Chemie-Wissen / Cadmium

Cadmium: Chemisches Element Cd

Cadmium hat im Periodensystem der Elemente die Ordnungszahl 48 und als Elementsymbol wird dem chemischen Element Cd zugeordnet. Gemeinsam mit beispielsweise Chrom, Eisen, Kupfer, Zink und Iridium zählt Cadmium zu den Übergangsmetallen. Darüberhinaus ist das Element im PSE in der 5. Periode angesiedelt und gehört zur Zinkgruppe, der 12. Gruppe im Periodensystem.

Element Cadmium - Eigenschaften

Zu den Eigenschaften vom chemischen Element Cadmium gehören die Siedetemperatur von 767 °C und der Schmelzpunkt bei 321,07 °C. Die Atommasse von Cadmium bemisst sich auf 112,411 u. Das Übergangsmetall Cadmium hat einen festen Aggregatzustand mit einer silbrig metallischen Erscheinung, die jedoch an der Luft nach bestimmter Zeit den Glanz verliert.


Cadmium Verwendung

Da das Element Cadmium eine hohe Toxizität aufweist, ist der Einsatz und die Verwendung abnehmend. In Verbindung mit Kupfer, Nickel und Silber findet Cadmium Verwendung in Form von Legierungen als Lagermetall. Auch als Korrosionsschutz wurde Cadmium bei anderen Metallen, wie Eisen, eingesetzt. Früher wurde Cadmium auch als Elektrode in Akkus eingesetzt, welche aber mittlerweile in Europa verboten sind.

Cadmium als Farbe

Bevor die mögliche gesundheitsgefährdende Wirkung bekannt wurde, fanden Cadmiumsulfide und Cadmiumselenide auch Anwendung als Pigmente in Farben. Durch das Substituieren von Kationen und Anionen entstehen verschieden Farbpigmente von Gelb bis Braunrot. Auch einige bekannte Gemälde wurden mit Farbpigmenten aus Cadmium hergestellt, wie beispielsweise "Carnival" vom belgischen Maler James Ensor.

In der heutigen Zeit werden cadmiumhaltige Farbpigmente überwiegend für Gemälde oder bei der Restaurierung von Kunstwerken eingesetzt. Diese enthalten jedoch weniger Cadmium als zu Beginn der Verwendung und sind bei bestimmungsgemäßen Gebrauch nicht schädlich. Allerdings kann im Falle eines Brandes Cadmiumoxid entstehen, welches als sehr toxisch gilt.

Cadmium Vorkommen

Das Cadmium-Vorkommen ist sehr gering - so gibt es keine abbauwürdigen Lagerstätten. Die Gewinnung von Cadmium erfolgt ausschließlich als Nebenprodukt bei der Zinkverhüttung, sowie in kleineren Mengen auch bei der Blei- oder Kupferverhüttung.

Entdeckung von Cadmium

Die Entdeckung von Cadmium geht bis in das Jahr 1817 zurück. Dort stieß der deutsche Apotheker Carl Samuel Hermann bei der Analyse von Zinkoxids auf das Element. Fast zeitgleich entdeckte auch der deutsche Chemiker Friedrich Stromeyer im Zinkcarbonat Cadmium. Die Bezeichnung des chemischen Elements Cd Cadmium stammt dabei vom griechischen Wort kadmia, was so viel bedeutet wie Zinkspat, ab.

Cadmium in Lebensmitteln & Co

Das Element Cadmium gelangt unter anderem durch die Verwendung zur Beschichtung von Metallen als Korrosionsschutz, in Verbrennungsprozessen oder als Teil von Klärschlamm in die Umwelt. Das Cadmium wird dann aus dem Boden durch die Wurzeln von den Pflanzen aufgenommen und in deren Gewebe gespeichert und gelangt dann über die Nahrungskette in tierische und menschliche Körper.

Einnahme von Cadmium

Wenn eine Einnahme von cadmium-haltigen Lebensmitteln erfolgt, dann wird das Schwermetall zu etwa 5% aus dem Magen-Darm-Trakt in den Körper aufgenommen. Das Cadmium lagert sich dann zu großen Teilen in den Nieren und anderen Organen, wie beispielsweise der Leber oder der Schilddrüse, ab. Da man mit dem Rauchen von Tabak viel Cadmium aufnimmt, ist die Cadmium-Konzentration in der Leber von Rauchern viel höher als bei Nicht-Rauchern.

Cadmium-Vergiftung

Eine chronische Cadmium-Vergiftung geht vor allem mit Nieren- und Leber-Schäden einher und auch Knochen-Schädigungen sind nicht unüblich. In Abhängigkeit von der Art der Aufnahme von Cadmium werden entsprechend auch die Atemwege oder die Verdauungsorgane in Mitleidenschaft gezogen. Bei einer hohen Konzentration von Cadmium kann Lebensgefahr bestehen.