Nach der Hauptschule ins Chemie-Unternehmen

Kategorie: Fachkraft für Lagerlogistik, Produktionsfachkraft Chemie, Maschinen- und Anlagenführer, Stories

Ihr glaubt, wer in der Chemiebranche eine Ausbildung machen will, sollte Abitur haben – oder mindestens einen Realschulabschluss? Absolut nicht: In der Chemie gibt es viele Ausbildungen, die ihr auch nach der Hauptschule anfangen könnt.

Mit einem Hauptschulabschluss habt ihr durchaus die Möglichkeit, in der Chemiebranche euren Traumberuf zu finden. (Foto: Chemieverbände RP, stef)

Mit einem Hauptschulabschluss habt ihr durchaus die Möglichkeit, in der Chemiebranche euren Traumberuf zu finden. (Foto: Chemieverbände RP, stef)

Es muss nicht immer Abitur sein: Mit eurem Hauptschulabschluss seid ihr in der Chemiebranche gefragte Köpfe. Der Vorteil für euch: Die Gehälter sind gut und die Übernahmechancen hoch.

Konkret könnt ihr eine Ausbildung als Produktionsfachkraft für Chemie, als Maschinen- und Anlagenführer oder als Lagerlogistiker machen. Was sich hinter den Berufen verbirgt, erfahrt ihr hier in unseren Kurzporträts. Wir geben euch auch einen Überblick über die Gehälter. Bitte beachtet, dass es sich dabei um Richtwerte handelt, die natürlich variieren können.

Fachlagerist oder Fachkraft für Lagerlogistik

Als Lagerlogistiker sorgt ihr dafür, dass die Maschinen- und Anlagenführer und die Produktionsfachkräfte überhaupt etwas zu tun haben: Ihr kümmert euch darum, dass die Rohstoffe, die verarbeitet werden sollen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.

Zum Beispiel nehmt ihr bei der Lieferung die Waren an und prüft sie: Ist das richtige Material angekommen, stimmen die Menge und die Qualität? Danach lagert ihr die Waren meistens in Hochregalen ein und holt immer das heraus, was gerade gebraucht wird. Dabei helfen euch Hubwagen, Gabelstapler und immer häufiger auch intelligente digitale Transportsysteme zum Beispiel mit Förderbändern, die ihr am Computer steuert.

Am Ende schließt sich dann auch der Kreis wieder bei euch: Wenn das chemische Produkt eures Betriebes hergestellt wurde, seid ihr dafür verantwortlich, dass es sicher an den Kunden rausgeht: Ihr stellt die Lieferungen zusammen, verpackt sie und beladet die Lkws, die die Waren abtransportieren. Und obendrauf gibt es den „Papierkram“. Den könnt ihr inzwischen aber auch oft am Computer erledigen. Wie euer Arbeitsalltag sonst aussehen kann, sehr ihr hier.

In diesem Bereich gibt es zwei Ausbildungsberufe: Fachlagerist (2 Jahre) oder Fachkraft zur Lagerlogistik (3 Jahre). Währenddessen bekommt ihr – je nach Ausbildungsjahr und Bundesland – zwischen 980 Euro bis 1.020 Euro im ersten und 1.100 Euro bis 1.150 Euro im dritten Lehrjahr auf euer Konto überwiesen. Mehr Ausbildungsfakten gibt es hier.

Maschinen- und Anlagenführer

Als Maschinen- und Anlagerführer richtet ihr die oft riesigen Produktionsanlagen in den Werkshallen ein, ihr tauscht zum Beispiel mechanische Bauteile aus, wenn ein anderes Produkt auf der Anlage hergestellt wird und nehmt sie in Betrieb. Die Anlagen, die bereits fleißig bei der Arbeit sind, überwacht ihr, entweder direkt an der Maschine (das heißt Laufarbeit!) oder am Bildschirm in einer gemeinsamen Steuerungszentrale.

In regelmäßigen Abständen müsst ihr die Maschinen auch warten, damit der Produktionsprozess weiterhin rund läuft. Was sonst noch auf euch zukommt, seht ihr hier.

Wenn ihr also von schwerem Gerät fasziniert seid und technisches Verständnis habt, könnte dieser Job etwas für euch sein. Einige Betriebe legen zudem Wert darauf, dass ihr ein solides Wissen in Physik und Mathematik habt.

In der Ausbildung verdient – je nach Ausbildungsjahr und Bundesland – zwischen 980 Euro bis 1.020 Euro im ersten und 1.050 Euro bis 1.100 Euro im zweiten Lehrjahr auf euer Konto überwiesen. Diese Ausbildung dauert nur zwei Jahre, ihr könnt also ziemlich schnell mehr Geld verdienen. Mehr Ausbildungsfakten gibt es hier.

Die PFK Chemie

Als Produktionsfachkraft für Chemie (abgekürzt PFK Chemie) arbeitet ihr Hand in Hand mit den Maschinen- und Anlagenführern, die in Chemiebetrieben für die Steuerung der riesigen Maschinen zuständig sind.

Ihr seid direkt am Produktionsprozess beteiligt – denn ihr sorgt dafür, dass die Rezeptur für ein bestimmtes Produkt umgesetzt wird. Die Maschinen brauchen schließlich Rohstoffe, die sie verarbeiten können. Dass diese in der richtigen Menge und Reihenfolge in die Maschinen gelangen, ist euer Job.

Zusätzlich sichert ihr die Qualität der chemischen Produkte, die in eurem Betrieb hergestellt werden, indem ihr sie beispielsweise im Labor testet.

Auch diese Ausbildung dauert nur zwei Jahre, ihr könnt als PFK Chemie also zügig ins Berufsleben starten. Während der Ausbildung verdient ihr – je nach Ausbildungsjahr und Bundesland – zwischen 980 Euro bis 1.020 Euro im ersten und 1.050 Euro bis 1.100 Euro im zweiten Lehrjahr.

Allerdings: Ihr solltet ordentliche Noten in Chemie, Mathe und Physik haben – schließlich müsst ihr mit den Rezepturen und bei den Qualitätsprüfungen im Labor zurechtkommen. Mehr Ausbildungsfakten gibt es hier.

Alles, was ihr jetzt noch tun müsst…

…ist, euch zu bewerben. Hier bekommt ihr Tipps, wie ihr eine aussagekräftige Bewerbung formuliert oder einen griffigen Einleitungssatz schreibt.

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