Einleitungssatz der Bewerbung: perfekte Beispiele und Fehler

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Wer kennt es nicht: das leere Blatt vor einem, das ein Bewerbungsschreiben werden soll. Viele stellen sich eine Frage: "Wie fange ich bloß an?" Wie kriegt man den perfekten Start im Anschreiben hin?

Wie fange ich bloß an? Don´t stress; wir haben Textbeispiele. (Foto: Ryan McGuire, gratisography, CC0)

Wie fange ich bloß an? Don´t stress; wir haben Textbeispiele. (Foto: Ryan McGuire, gratisography, CC0)

Die folgenden Tipps kommen von Dimitrij von richtiggutbewerben. Er erklärt euch, worauf es beim Anschreiben ankommt und gibt Formulierungsbeispiele:

"Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen..." – spätestens an dieser Stelle hat so gut wie jeder Personaler bereits abgeschaltet. Denn Standardsätze wirken unkreativ, weil sie so gut wie jeder schreibt. Bewerber können besser durch ihre Persönlichkeit und Individualität punkten, um sich so von anderen Mitbewerbern abzuheben. Klingt jedoch oft leichter als es wirklich ist.

Dont's bei Einleitungssätzen

Aller Anfang ist schwer. Nach modernen Standards kann man sich an diese drei Faustregeln halten.

  1. Floskeln: Nichtssagende Sätze wie "Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle/um eine Ausbildung als..." sind nur Lückenfüller.
  2. Informationen wiederholen: Um welche Stelle es sich handelt oder auch welche Kennzahl die Stellenanzeige hat – das sind Informationen, die im Einleitungssatz nichts mehr zu suchen haben, sondern in der Betreffzeile ihren Platz finden.
  3. Überflüssige Informationen: Ein Personaler sieht bereits aufgrund der Bewerbung, dass der Bewerber Interesse an der Stelle äußert. Somit ist ein Einleitungssatz wie "Ihr Stellengesuch hat großes Interesse bei mir geweckt." selbsterklärend und sollte durch einen persönlicheren Einstieg ersetzt werden.

Do's bei Einleitungssätzen

Um den Personaler zu beeindrucken, muss ein Bewerber nicht gleich das Rad neu erfinden. Wer ein paar grundlegende Tipps berücksichtigt, hat es deutlich einfacher, den optimalen Einstieg in das Bewerbungsschreiben zu finden.

Schreibt den Einleitungssatz so persönlich wie möglich – also sowohl an den Arbeitgeber, wie auch an die eigene Persönlichkeit anzupassen. Auf diese Weise erlangt der Bewerber die Aufmerksamkeit des Personalers und ruft im besten Fall positive Emotionen (Gefühle) wie Neugier und Interesse hervor. Hier darf man sich ruhig auch etwas mehr trauen. Viele Bewerber unterschätzen die eigenen Qualifikationen und präsentieren sich unter Wert. Ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein darf also auch ruhig einfließen.

Generell ist die Verbindung zwischen dem Bewerber und dem Wahlarbeitgeber wichtig

In der Kreativbranche ist beispielsweise ein eher unkonventioneller Start möglich. Im Gegensatz dazu müssen sich Antragstelle im Finanzsektor an die Standards in der Einleitung halten und ihr Anschreiben traditionell und professionell gestalten. Auch in der Industrie geht es eher konservativ zu; zumindest bei den großen Unternehmen und den Familienbetrieben mit langer Tradition.

Ein Tipp, den man für alle Branchen anwenden kann

Kurze und knackige Sätze verwenden. Auf diese Art werden Schachtelsätze vermieden und das Anschreiben übersichtlicher. Darüber hinaus sollten Bewerber darauf achten, Verben statt Adjektive zu verwenden und aktive Sätze formulieren. Sehr gut eignen sich emotionale Verben, die die Begeisterung des Bewerbers unterstreichen.

Beispiele für Einleitungssätze

Idealerweise hat man als Bewerber bereits Kontakt mit dem Personaler oder einem Angestellten des Unternehmens aufgenommen. Darauf kann im Einleitungssatz direkt Bezug genommen werden:

Doch auch ohne Vitamin B oder einen persönlichen Kontakt im Vorfeld können Bewerber einen persönlichen Einstieg in das Anschreiben finden. Dazu informiert ihr euch am besten direkt auf der Unternehmensseite (oder auf diesem Blog, wenn es um eine Ausbildung geht :-) ). Informationen, die zeigen, dass der Bewerber sich tatsächlich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hat, hinterlassen immer einen positiven Eindruck:

Generell gilt: Bewerber überzeugen vor allem mit Authentizität und echter Begeisterung!

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