So macht ihr im Vorstellungsgespräch einen guten Eindruck

Kategorie: Ausbildung, Boehringer Ingelheim, Rheinland-Pfalz

Eine gewisse Nervosität vorm Vorstellungsgespräch ist verständlich, schließlich müsst ihr vor Fremden auftreten und euch von ihnen beurteilen lassen. Damit keine Panik aufkommt und alles glatt läuft, haben wir ein paar wichtige Punkte für euch.

Mit guter Vorbereitung meistert ihr soverän das Vorstellunggespräch - ein wenig Nervenkitzel ist jedoch völlig normal (Foto: Amy Hirschi, CC0, unsplash)

Mit guter Vorbereitung meistert ihr souverän das Vorstellungsgespräch - ein wenig Nervenkitzel ist jedoch völlig normal (Foto: Amy Hirschi, CC0, unsplash)

Sich von der besten Seite präsentieren, ohne fake zu wirken, darüber haben wir mit einem Ausbilder des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim gesprochen und ein paar wertvolle Tipps erhalten:

1. Stärken betonen, aber authentisch bleiben

Es gibt vieles, was ihr selbst tun könnt, um im Vorstellungsgespräch zu überzeugen. Aber ein Tipp ist wichtiger als alle anderen: Bleibt immer ihr selbst, den Personaler merken recht schnell, wenn jemand im Vorstellungsgespräch nur eine Rolle spielt.

Wer also:

  • künstlich cool und locker tut
  • sich ständig selbst lobt
  • auf konkrete Nachfragen wenige Antworten hat

ist beim Unternehmen schnell unten durch.

Allerdings heißt das nicht, dass ihr ganz kleinlaut sein solltet. Denn authentisch kann man auch bleiben, während man sich gut verkauft und die eigenen Qualifikationen, Stärken und positiven Eigenschaften betont.

„Ich finde, das ist kein Widerspruch“, meint der Ausbilder bei Boehringer Ingelheim. „Sich gut zu verkaufen heißt ja nicht, jemanden etwas vorzumachen.“ Im Gegenteil: Personaler möchten ja auch wissen, warum ihr für die offene Stelle überhaupt geeignet seid.


Diese Stärken solltet ihr dann aber auch mit Beispielen belegen können. Wenn es für die Stelle relevant ist, dass man beispielsweise Schulsprecher war oder sich in einem Verein engagiert, solltet ihr das auch ruhig erwähnen. Welche Stärken ihr jenseits von Noten in eurer Bewerbung nennen könnt, erfahrt ihr hier.

2. Persönlichkeit und Enthusiasmus zeigen

Neben den Qualifikationen spielt natürlich auch das Zwischenmenschliche eine wichtige Rolle im Bewerbungsgespräch. „Wenn jemand zu sehr in seiner Rolle gefangen ist und nichts wirklich von sich preisgeben möchte, ist das schwierig“, sagt der Ausbilder. „So jemanden stelle ich auch nicht gerne ein, da ich dann das Gefühl habe, die Katze im Sack zu kaufen.“

Mit ein wenig Offenheit und dem ein oder anderen Einblick in euer Leben außerhalb des Interviewraums könnt ihr dagegen Sympathien wecken. „Und wer möchte nicht lieber mit sympathischen Menschen zusammenarbeiten?“ Dabei kann es euch helfen, Sätze aus Ich-Perspektive zu formulieren, wenn ihr über euch selbst sprecht, statt das unkonkrete „man“ zu benutzen.

Und auch wichtig: dem Gesprächspartner in die Augen schauen. Außerdem solltet ihr einen gewissen Enthusiasmus für den Beruf zeigen. Jemand, der wirklich Spaß an einer Aufgabe hat, ist oft ein angenehmer Kollege als jemand, der nur dem Feierabend entgegenfiebert. Diese Begeisterung solltet ihr allerdings auch nicht übertreiben und auf Nachfrage begründen können, zum Beispiel mit bestimmten Kenntnissen und Fähigkeiten, die ihr mitbringt, oder Erfahrungen, die ihr schon in etwas gesammelt habt, das für euren Beruf wichtig ist.

Ein Mix aus Lockerheit, Enthusiasmus für den Beruf und Sachlichkeit ist das beste Rezept. Seid allerdings vorsichtig mit Humor. Ihr wisst nie, wie witzig euer Gesprächspartner zum Beispiel den Satz findet „Ich habe schon immer gerne mit dem Chemiebaukasten Sachen in die Luft gejagt“…

3.Gute Vorbereitung

Lockerheit und Authentizität sind wichtig – komplett blauäugig solltet ihr aber nicht in ein Vorstellungsgespräch gehen, sondern euch ordentlich vorbereiten. Auch wenn ihr euch vielleicht auf mehrere ähnliche Stellen bei verschiedenen Firmen bewerbt, solltet ihr über jedes Unternehmen Bescheid wissen. „Sich im Vorfeld über die Firma zu informieren, kann nicht schaden“, so der Boehringer-Ausbilder. Das fängt mit den ganz grundlegenden Dingen an: Wie heißt der Ausbildungsberuf exakt? In welcher Abteilung bewerbe ich mich? Welche Aufgaben erfülle ich in dieser Position? Es lohnt sich auch ein Check, welche Themen beim Unternehmen gerade aktuell sind und ob es vielleicht kürzlich in den Nachrichten aufgetaucht ist.

Und nicht zu vergessen: die Namen und Positionen der Gesprächspartner. Die erfährt man meist in der Einladung zum Interview. Kommt spontan eine weitere Person dazu, müsst ihr bei der Vorstellungsrunde gut aufzupassen. Daher solltet ihr einen Notizblock dabei haben und euch die Namen notieren. Hier gibt’s weitere Tipps, wie ihr euch perfekt auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet.

4.Ehrlich sein

Natürlich wollt ihr euch im Vorstellungsgespräch von eurer besten Seite zeigen. Dafür zu übertreiben oder gar zu lügen, ist aber ein No-Go. Früher oder später fliegen Unehrlichkeiten auf, beispielsweise wenn ein Personaler zu euren fiktiven Skills nachhakt.

„Es gibt Bewerber, die als Hobby "Kochen" angeben“, erzählt der Ausbilder. „Und wenn ich es dann konkret wissen möchte, erfahre ich maximal das Rezept von Spaghetti mit Tomatensoße.“


Wer einmal als Übertreiber oder Lügner auffliegt, ist nicht mehr vertrauenswürdig und braucht sich nur wenige Hoffnungen auf eine Anstellung machen. Besser ist es da, Nichtwissen und Schwächen einzugestehen – solange ihr zeigen könnt, dass ihr daran arbeitet. Wie ihr gut auf die Frage nach euren Schwächen antwortet, erklären wir hier.

5.Professionelles Auftreten

Gerade wenn es das erste Vorstellungsgespräch für euch ist, könnt ihr über Kleinigkeiten stolpern. Deshalb ist Sorgfalt vor allem bei formellen Dingen und beim Outfit wichtig. Ein Bewerbungsschreiben mit einem professionellen Foto wirkt selbstverständlich besser als eines mit Selfie in der Küche.

Übersichtlich und ordentlich formatierte Bewerbungen und Lebensläufe zeigen, dass ihr auch auf Details Wert legt. Vermeiden solltet ihr außerdem, dass sich eure Zeugnisse, Lebenslauf und Bewerbungsschreiben widersprechen – und dass ihr im Gespräch etwas sagt, was den Angaben in eurer Bewerbung widerspricht. Und natürlich: keine Rechtschreibfehler! Weitere Tipps für euer Bewerbungsschreiben findet ihr hier.

Dazu kommt eine passende Kleidung zum Vorstellungsgespräch. „Die Kleidung am wichtigen Tag sollte sauber und nicht overdressed sein“, empfiehlt der Ausbilder von Boehringer Ingelheim. „Niemand erwartet einen Anzug, aber ein sauberes, faltenfreies Shirt, Pullover oder vielleicht sogar Hemd sollte es schon sein. Am besten langärmelig und möglichst einfarbig. Dazu eine dunkle Jeans oder Stoffhose. Profi-Tipp: Achtet auf geputzte Schuhe - Welche Rolle allein die Schuhe spielen können, erklären wir hier. Denkt einfach daran: immer passend zur Situation und so, dass ihr euch in der Kleidung wohlfühlt. Denn authentisch könnt ihr nur sein, wenn ihr euch bei allem gut fühlt, was ihr an diesem wichtigen Tag sagt und macht.

Habt ihr euch mit diesen Tipps die Stelle gesichert, bekommt ihr hier eine Hilfestellung zum Umgang mit neuen Kollegen.  Und was ihr unbedingt am ersten Tag eurer Ausbildung dabei haben solltet, erfahrt ihr hier.

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Unternehmensprofil

Boehringer Ingelheim zählt mit 146 verbundenen Unternehmen zu den 20 führenden Pharmaunternehmen weltweit. Der Hauptsitz ist in Ingelheim. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Familienunternehmens liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie im Marketing neuer Medikamente mit hohem therapeutischem Nutzen für die Humanmedizin und die Tiergesundheit. Unsere innovative Produkt-Pipeline besteht aus verschreibungspflichtigen Medikamenten, Selbstmedikationsprodukten, Biopharmaka sowie Produkten rund um die Tiergesundheit.

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Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
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Tel: +49 6132 77 93240