Zerspanungsmechaniker: Ein sehr grundlegender Job

Kategorie: Ausbildung, Rheinland-Pfalz, Zerspanungsmechaniker(in), Röchling Sustaplast Lahnstein/Nentershausen

Was sie machen, macht unseren Alltag erst möglich: Zerspanungsmechaniker bearbeiten Metall und Kunststoff, von Hand und mit Maschinen. Daraus entstehen Bauteile für andere Maschinen, die alles vom Fischfilet bis zur Autotür herstellen. Über Inhalte und Karrierechancen hat der ChemieAzubi mit Azubi Eric Ortseifen und Ausbilder Michel Wagner vom Kunststoffspezialisten Röchling Sustaplast gesprochen.

Azubi und Ausbilder in der Ausbildungswerkstatt; Eric hat ein typisches Werkzeug für Zerspanungsmechaniker in der Hand. Dieses wird auf den Maschinen eingesetzt, um komplexe Bauteile aus Kunststoff-Blöcken zu fräsen oder zu drehen (Foto: sl).

Azubi und Ausbilder in der Ausbildungswerkstatt; Eric hat ein typisches Werkzeug für Zerspanungsmechaniker in der Hand. Dieses wird auf den Maschinen eingesetzt, um komplexe Bauteile aus Kunststoff-Blöcken zu fräsen oder zu drehen (Foto: sl).

Zerspanungsmechaniker stellen aus Kunststoffblöcken wie diesem hier komplexe Bauteile für andere Maschinen her. Dafür brauchen sie vor allem räumliches Vorstellungsvermögen (Foto:sl).

Das ist so ein Kunststoff-Block. Daraus stellen die Zerspanungsmechaniker komplexe Bauteile für andere Maschinen her. Dafür brauchen sie vor allem räumliches Vorstellungsvermögen (Foto:sl).

Auch mit Metallverarbeitung haben Zerspanungsmechaniker zu tun (Foto: sl).

Auch mit Metallverarbeitung haben Zerspanungsmechaniker zu tun (Foto: sl).

Der ChemieAzubi hat in der Ausbildungswerkstatt der Zerspaner-Azubis gedreht, um euch einen Eindruck des Berufs zu geben (Foto: sl).

Der ChemieAzubi hat in der Ausbildungswerkstatt der Zerspaner-Azubis gedreht, um euch einen Eindruck des Berufs zu geben (Foto: sl).

Warum ist Zerspanungsmechaniker so ein wichtiger Beruf? Eric Ortseifen zeigt auf eine Wasserflasche vor sich: „Wir stehen am Anfang des Maschinenbaus! Wir stellen Bauteile für Maschinen und Anlagen her, die man für alles braucht. Zum Beispiel diese Flasche: Die entsteht auf Anlagen, in denen Teile stecken, die wir gemacht haben.“

Wie bist du zu deinem Beruf und zu Röchling gekommen?
„Ich habe Röchling auf einer Berufsmesse in der Realschule kennengelernt“, erzählt uns der Azubi. Mehr über seinen Beruf hat er von einem Freund erfahren, der auch Zerspanungsmechaniker lernt. 2015 begann er seine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker, Fachrichtung Frästechnik.

Naturwissenschaften sind wichtig, räumliches Denken auch

Was muss man für den Beruf mitbringen?
Erics Ausbilder Michel Wagner, zählt auf: „Mathe, Physik, Chemie, Deutsch, Englisch. Und teamfähig müssen wir sein.“ Eric nennt Informatik, weil Zerspanungsmechaniker immer mehr mit Computern zu tun haben. „Wir brauchen auch ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen: Wir kriegen eine Konstruktionszeichnung eines Bauteils und programmieren die Maschinen. Da müssen wir verstehen, wie das Teil aussehen soll. Sorgfalt ist wichtig. Man muss im Stehen arbeiten können. Und die Arbeit kann anstrengend sein.“

Informatik-Anteil nimmt zu

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
„Wir fertigen Kunststoffteile unter anderem für Maschinen in der Lebensmittelindustrie“, erklärt Michel Wagner. „Jeder Zerspanungsmechaniker ist für eine Schicht auf einer Maschine eingeplant. Manchmal wechseln wir die Maschinen und lernen andere Bauteile kennen.“

Unterscheiden sich die Maschinen?
„Ja, manche bearbeiten die Stücke auf drei Achsen, manche haben eine vierte oder sogar fünf Achsen. Solche komplexen Maschinen müssen wir am Computer programmieren. Der Informatikanteil in dem Beruf nimmt immer mehr zu.“

Erst mit der Hand arbeiten, dann an den Maschinen

Und wie läuft die Ausbildung ab?
„Im ersten Lehrjahr feilen, sägen und bohren wir“, sagt Eric. „Von Hand, wie früher. So kriegen wir ein Gefühl für die Materialien. Dann gehen wir an die konventionellen Maschinen, die wir mit Kurbeln steuern. Nach der Zwischenprüfung gehen wir an die computergesteuerten CNC-Maschinen.“

Was macht dir Spaß in der Ausbildung? Und worauf könntest du verzichten?
Am meisten Spaß macht es Eric, Maschinen zu programmieren und einzurüsten, also Werkzeuge einzubauen, die er für die Bearbeitung braucht. „Weniger Spaß macht es, wenn sich bei vielen Teilen die Arbeit wiederholt.“

Azubis sind sehr eigenständig

Michel Wagner ergänzt das Besondere an der Zerspaner-Ausbildung: „Die Eigenständigkeit ist sehr hoch: Wir legen den Azubis Pläne für Werkstücke hin, und die sollen sie herstellen. Ohne dass wir sagen ‚Mach das so und so‘.“

Nach dem Ende der Ausbildung 2019 will Eric erstmal Berufserfahrung sammeln. Er ist ehrgeizig und sucht die Herausforderung: „Ich mag die komplexen Bearbeitungen: Ich habe lieber ein Bauteil, über das ich mir fünfmal mehr Gedanken machen muss als eines, das einfach und schnell gemacht ist.“

Mehr Infos über die Ausbildung als Zerspanungsmechaniker

Röchling Sustaplast sucht am Standort Nentershausen im Westerwald noch Azubis zum Zerspanungsmechaniker. Bewerben könnt ihr euch bei Personalleiterin Iris Willrich.

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Unternehmensprofil

Röchling Sustaplast ist international führend in der Herstellung und Zerspanung von technischen Kunststoffen und Hochleistungs-Kunststoffen für die Investitionsgüterindustrie. Tochtergesellschaften sind in Europa, in Nordamerika und in Asien aktiv. Die Standorte sind in Lahnstein und Nentershausen.

Ansprechpartner

Iris Willrich
Iris Willrich
Personalleiterin
Röchling Sustaplast SE & Co. KG
Sustaplast-Str. 1
56112 Lahnstein
Tel: +49 2621 693 162
Fax: +49 2621 693 81 162
iwillrich@sustaplast.de