Mediengestalter, die Exoten der Chemie

Kategorie: Ausbildung, Rheinland-Pfalz, Mediengestalter(in), Sebapharma

Ein Mediengestalter macht was mit Medien. Soweit, so logisch. Was könnte ein Mediengestalter-Azubi also in einem Chemiebetrieb zu suchen haben? Sascha Thönges von Sebapharma hat es uns erklärt – und verraten, ob man für den Job überhaupt Chemiekenntnisse braucht.

Mediengestalter wissen immer, was ihre Kunden brauchen und setzen kreativ die Kundenwünsche um (Foto: Sebapharma)

Mediengestalter wissen immer, was ihre Kunden brauchen und setzen kreativ die Kundenwünsche um (Foto: Sebapharma. Markenhinweis: Apple, iOS, iPhone und Mac sind eingetragene Marken von Apple Computer, Inc. Es besteht keine Verbindung zu Apple Inc.) )

Mediengestalter - kein Chemiewissen nötig, dafür technisches Verständnis und Kreativität (Foto: Sebapharma)

Mediengestalter - kein Chemiewissen nötig, dafür technisches Verständnis und Kreativität (Foto: Sebapharma. Markenhinweis: Apple, iOS, iPhone und Mac sind eingetragene Marken von Apple Computer, Inc. Es besteht keine Verbindung zu Apple Inc.)

Irgendwas mit Medien machen – und das in der Chemie? Das klingt nur beim ersten Lesen komisch. Bei Sebapharma in Boppard arbeiten beispielsweise Mediengestalter; Azubine Viviane kennt ihr ja bereits, sie war die erste Mediengestalterin bei Sebapharma.

Sascha Thönges ist euch allerdings noch nicht begegnet. Der 40-Jährige ist seit 1996 bei Sebapharma und arbeitet dort als Mediengestalter. Außerdem prüft er die Azubis am Ende ihrer Ausbildung. Zu deren Abschluss gehört nämlich nicht nur eine theoretische, sondern auch eine praktische Prüfung. Aber dazu später mehr.

Was macht also ein Mediengestalter bei Sebapharma? „Wir gestalten Verpackungen, Flyer, Broschüren und Plakate“, erklärt Sascha. Der Ausbildungsschwerpunkt dort heißt dementsprechend Digital und Print. „Es gibt noch zwei andere Arten von Mediengestaltern: Einmal die Konzeptioner, die vor allem in Werbeagenturen zu finden sind. Und einmal die, die sich auf ‚Digital‘ spezialisieren.“ Diese kümmern sich dann vor allem darum, dass Webseiten oder Online-Werbung gut aussehen.

Jobbeschreibung: In-Szene-Setzer

„Wir haben den Schwerpunkt Print, weil man in unserer Branche lieber was in der Hand hat“, sagt Sascha und lacht. „Es geht also bei Sebapharma darum, unsere Produkte mit ansprechenden Verpackungen oder Flyern richtig in Szene zu setzen und zu vermarkten.“

Dazu nutzen Mediengestalter ihre Kenntnisse zum Thema Bildbearbeitung und Bildsprache: Wann verwendet man z.B. besser einen Apfel statt einer Zitrone, um eine gewisse Assoziation bei den Kunden hervorzurufen? Welche Schrift sollte man wann wählen? Welche Farben und welches Papier?

„Das ist Wissen, das Auszubildende auch in der Berufsschule vermittelt wird“, erklärt Sascha. „Dort lernt man aber vor allem den Umgang mit den Bearbeitungsprogrammen.“ Sprich: Mit welchen Programmen werden Verpackungen, Flyer und Co. gestaltet? Welches hat Vor-, welches hat Nachteile? Und wie nutzt man diese Programme dann? „Da sind wir dann schon bei einer wichtigen Voraussetzung für den Job: Man sollte eine hohe Computeraffinität haben. Denn man sitzt täglich viele Stunden vor dem Bildschirm.“

Kein Chemie-Wissen nötig

Ebenfalls wichtig: technisches Verständnis. Denn der Mediengestalter muss auch wissen, wie die unterschiedlichen Druckverfahren funktionieren. So kann er besser abschätzen, welches man für die jeweiligen Produkte am besten nutzt.

Was man dagegen nicht braucht, ist chemisches Wissen. „Mediengestalter müssen nicht erklären können, wie irgendwelche Radikale funktionieren“. „Aber Interesse an Neuem, das sollte man mitbringen. Und natürlich Kreativität.“ Sascha, Mediengestalter


Die müssen die Mediengestalter dann auch in ihrer Abschlussprüfung unter Beweis stellen. „Es gibt einen theoretischen Teil, eine ganz normale IHK-Prüfung. Und es gibt einen praktischen Teil“, verrät Sascha.

Geschicklichkeitsprüfung

Dazu gehört eine größere Aufgabe, für die man mehrere Tage Zeit hat. Hier muss man sich ein Konzept überlegen. „Dabei ist uns Prüfern ganz wichtig, festzustellen, ob jemand seine Entscheidungen verteidigen kann. Denn im kreativen Bereich wird immer viel und gerne diskutiert.“ Es geht also in der Prüfung darum, ob jemand überzeugend erklären kann: „Ich habe mich aus diesem Grund dafür entschieden, das Produkt so zu gestalten – und nicht anders.“

In der praktischen Prüfung gibt es dann noch eine zweite Aufgabe, die über acht Stunden geht. „In der muss man seine Geschicklichkeit am Rechner demonstrieren.“ Die Prüfer beobachten dann, wie sorgfältig ein Azubi oder eine Azubine arbeitet und bewertet anschließend das Endergebnis im Prüfungsausschuss.

Sascha beruhigt aber: „Es geht uns Prüfern nicht darum, nach Fehlern zu suchen. Sondern vielmehr darum, festzustellen: Kann der oder die Auszubildende einen ausreichenden Wissensstand vorweisen, um die Ausbildung auch beenden zu können?“

Um sich diesen Wissensstand anzueignen, hilft natürlich nur eins: Lernen. Außerdem rät Sascha: „Ruhig bleiben. Und vor allem: kräftig üben.“

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Unternehmensprofil

Die Sebapharma GmbH & Co. KG, gegründet 1983 von Dr. med. Heinz Maurer, ist heute ein weltweit agierendes Unternehmen mit Sitz in Boppard am Rhein. Derzeit beschäftigt die Sebapharma ca. 200 Mitarbeiter. Unter dem bekannten Markennamen sebamed werden Produkte der medizinischen Hautreinigung und -pflege ausschließlich in Deutschland hergestellt. Aktuell ist sebamed mit über 100 Produkten in mehr als 80 Ländern erhältlich.

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Christine Kroker
Personalabteilung
Sebapharma
Binger Straße 80
56154 Boppard - Bad Salzig
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