Die Chemie des Wintersports

Kategorie: Stories

Eine frisch präparierte Piste wie diese lässt die Herzen von Wintersportlern höher schlagen. Hört ihr auch schon das "chr-chr"? Wenn die Ski und Boards durch den Schnee gleiten? Der Winter ist noch nicht vorbei! Wie die Chemie unser Wintersportvergnügen dank smarter Materialien ermöglicht, erfahrt ihr hier.

Frisch geriffelt, Sonne strahlt, es ist eiskalt - das sind perfekte Pistenbedingungen (Foto: John Price, Unsplash, C0).

Frisch geriffelt, Sonne strahlt, es ist eiskalt - das sind perfekte Pistenbedingungen (Foto: John Price, Unsplash, C0).

Skier und Snowboards

Damit der Schwung auf dem Schnee so richtig glatt läuft, werden für die perfekte Skioberfläche schlagfeste Kunststoffe im Sandwichverfahren um einen federnden Kern aus Holz oder Polyurethanschaum aufgepresst und mit Klebestoffen verbunden. Beigemischtes Graphit verhindert, dass sich euer Sportgerät durch die Reibung am Schnee auflädt und bremsende Schmutzpartikel anzieht. Zu guter Letzt sorgt eine glasfaserverstärkte Kunststoffbeschichtung (GFK) fürs besonders gute Gleiten im weißen Pulver.

Sicherheit

Um sich auf der Piste nicht nur wohl, sondern auch sicher zu fühlen, darf ein hochwertiger Helm nicht fehlen. Den perfekten Sitz und den optimalen Kopfschutz sichert seit 2016 ein neuartiges Anpassungssystem mit Lamellen aus Kunststoff: Dadurch zieht sich der Innenstoff von Helmen beim Aufsetzen zusammen und passt sich eurer Kopfform an. Auch ein guter Rückenschutz oder Polster können dabei nicht schaden. Hier gilt: Sicherheit vor Schönheit. Und vergesst nicht, vor jeder Abfahrt die Funktionsfähigkeit der Bindung eurer Skiern oder Snowboards zu checken.

Perfekt und praktisch gestylt

Sicherheit und Style können aber auch zusammenpassen. Euer perfektes Schneeoutfit muss dabei einiges abkönnen. Ob bei Minusgraden auf der Piste oder beim heißen Après-Ski – die Winterbekleidung muss anpassungsfähig und belastbar sein. Chemie macht das möglich: Kunstfasern wie Elastan und Spandex halten Kälte, Wasserdampf und schnellen Bewegungen stand. Für diese Widerstandsfähigkeit ist der Grundstoff Polytetrahydrofuran (PolyTHF) verantwortlich.

Das Besondere an den Fasern: Sie sind um 500 bis 700 Prozent dehnbar, ohne ihre Form zu verlieren. Das Material kann auch direkt auf der Haut getragen werden, reizt die Haut nicht und Wasserdampf kann ohne Probleme nach außen entweichen. So macht die Sportkleidung einiges mit – selbst bei stark wechselnden Temperaturen.

Eincremen nicht vergessen!

Auch wenn sich die Sonne am Berg nicht immer zeigt und es auf der Piste schon mal fröstelt: Die UV-Strahlung kommt auf tausend Höhenmetern viel stärker durch als im Flachland. Deshalb ist Sonnencreme auch im Winterurlaub ein absolutes Must-have. Creme auf Basis chemischer Sonnenfilter setzt die Energie der UV-Strahlen in unschädlicher Form um. Bei direkter Sonneinstrahlung sinkt der Schutz jedoch schneller und die Filter werden instabil. Daher: Nachcremen nicht vergessen! Im ChemieAzubi haben wir auch mal erklärt, wie Sonnencreme funktioniert. Und auch für die Augen braucht man einen Schutz. Die "Chemie" von Sonnenbrillen ist hier erklärt.

Wo Chemie nicht drauf steht, aber im Winterurlaub überall mit dabei ist, seht ihr hier in dieser Übersicht.

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