Chemische Weihnachten!

Kategorie: Stories

Chemie steckt eigentlich überall in unseren alltäglichen Angelegenheiten, auch zu Weihnachten. Ganz natürlich quasi… Ein paar Beispiele gefällig? Lest mehr hier im Blog!

Weihnachten aus chemischer Sicht - heute haben wir Funfacts und Lifehacks! (Foto: sl)

Weihnachten aus chemischer Sicht - heute haben wir Funfacts und Lifehacks! Der ChemieAzubi wünscht euch frohe Festtage! (Foto: sl)

Alle Jahre wieder… kommt der Weihnachtsmann. Er bringt Geschenke, sicher, aber im Vorfeld und zu den Feiertagen auch einiges an Arbeit. Klar, die Familie kommt zum Festessen, da muss zum Beispiel das Silberbesteck geputzt werden. Ganz schön aufwändig, vor allem wenn man ein Besteckset mit 60 Teilen für 12 Personen zum Glänzen bringen soll. Und das noch alleine.

Clevere Chemie im Haushalt

Schneller geht es mit einen Trick aus der Elektrochemie: Man legt das Silberbesteck in ein nichtmetallisches Waschbecken, dass mit Aluminiumfolie ausgelegt wird. Dann kommt Salz und heißes Wasser sowie das Besteck hinzu. Elektronen aus dem Aluminium wandern nun dank des durch Salz gut leitenden Wassers und stürzen sich auf die angelaufenen Stellen auf dem Silber, die aus Silberoxid bzw. Silbersulfid bestehen. Dabei lösen sie aber nur den Sauerstoff bzw. den Schwefel, das Silber bleibt am Löffel.

Apropos Silber, apropos Löffel: Das Frühstücksei, genossen einem Silberlöffel, schmeckt komisch, ausgesprochen widerlich. Das Ei ist nicht verdorben, aber: Beim Eier-Kochen entsteht Schwefelwasserstoff, der sich beim Essen mit dem Silbersulfid des Löffels mischt. Viel Salz auf dem Ei mindert den schlechten Geschmack.

Eine weiße, kristalline Substanz…

Hübsch zu Weihnachten sind natürlich auch entsprechende Düfte. Tannen- und Kiefergeruch beispielsweise. Den gibt’s direkt vom Weihnachtsbaum, aber auch aus Räucherkerzen oder Duftsprays und ähnlichem. Das chemische Geheimnis heißt Bornylacetat, ein Essigsäureester. Der Ester gehört zur Wirkstoff-Familie der ätherischen Öle und ist in Nadelbäumen enthalten. Extrahiert aus dem Öl ist es eine weiße, kristalline Substanz.

Eine weiße, kristalline Substanz ist auch Zucker. Süßes ist gerade zu Weihnachten allseits beliebt, aber für große Naschkatzen nicht ohne gesundheitliche Folgen. Zucker benötigt man beispielsweise zum Marmeladekochen, um das verarbeitete Obst haltbar zu machen. Um diesen Zweck zu erfüllen, reicht eigentlich ein Zuckeranteil von 20 Prozent und ein Schuss Zitronensaft. Trotzdem haben die meisten Produkte im Supermarkt einen Zuckeranteil von 50 Prozent und mehr. Warum? Zum Beispiel, um die Marmelade schön fest zu machen. Oder eben süßer.

Weniger Zucker ist möglich

Für weniger Zucker in fester Marmelade gibt es zwei Alternativen: Zum einen Geliermittel wie das Pektin. Das ist ein sogenannter Vielfachzucker, der natürlich etwa in Zitrusfrüchten, Äpfeln und Rüben vorkommt und aus ihnen industriell extrahiert wird. Dieses Pektin findet sich beispielsweise in den im Supermarkt angebotenen Gelierzuckern, die mit dem Obst beim Marmeladekochen im Verhältnis 2:1 und 3:1 gemischt werden. Es bindet die flüssigen Anteile in der Marmelade.

Die zweite Alternative ist die Verwendung von Stärke. Beispielsweise Bananen enthalten jede Menge davon. Nimmt man etwa 70 Prozent Himbeeren, 10 Prozent Bananen und 20 Prozent Zucker, ergibt das einen überaus leckeren Brotaufstrich. Zudem bringt die Verwendung von Bananen die Farbe der Marmelade zum Leuchten. Mehr aus der Weihnachtsbäckerei gibt es hier. :-)

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