Was macht man auf dem Girls´Day und Boys´Day?

Kategorie: Stories, Rheinland-Pfalz

Sich auszuprobieren - das war gestern auf dem Girls´Day und Boys´Day möglich. Bei Michelin waren Mädchen in der Reifen-Produktion, und ein Junge bei Jansen im Farb- und Lacklabor. Und wir haben bei Evonik in Worms reingeschaut.

Mit tatkräftiger Unterstützung von Michelin-Azubi Kerem Tunc bedient die elfjährige Lena Dhom die Bohrmaschine (Foto: Michelin).

Mit tatkräftiger Unterstützung von Michelin-Azubi Kerem Tunc bedient die elfjährige Lena Dhom die Bohrmaschine (Foto: Michelin). Das andere Foto zeigt den Boys´Day bei Jansen, wo ein Schüler im Labor für Lacke und Farben war. Dazu einfach auf den Pfeil rechts oder links im Foto klicken...

Sie hatten Sapß im Labor: Jennifer Spanier, Heinrich Krebsbach (Laborleiter), Adrian Kabashaj, Claudia Sonnenberg, Nicholas Koch (auszubildender Lacklaborant), Irmgard Steup, Wiebke Ley. (v.l., Foto: Jansen).

Sie hatten Sapß im Labor: Jennifer Spanier, Heinrich Krebsbach (Laborleiter), Adrian Kabashaj, Claudia Sonnenberg, Nicholas Koch (auszubildender Lacklaborant), Irmgard Steup, Wiebke Ley. (v.l., Foto: Jansen).

Die Schülerinnen mit ihren selbst gebauten Plexiglas-Schildern mit LED-Beleuchtung (Foto: Evonik).

Frisch aus der Werkstatt: Die Schülerinnen mit ihren selbst gebauten Plexiglas-Schildern mit LED-Beleuchtung (Foto: Evonik).

Girls’Day - Mädchen bei Michelin in der Reifenproduktion

20 Schülerinnen konnten sich bei Michelin in Bad Kreuznach technische Ausbildungsberufe ansehen und sich an der Werkbank austoben: bohren, löten - typische Tätigkeiten für Mechaniker(innen) und Elektroniker(innen). Die Michelin-Azubis zeigten ihnen auch ihre Einsatzorte beim Betriebsdurchlauf und erklärten, wie Reifen hergestellt werden.

Eine kleine Erinnerung konnten die Mädels auch mitnehmen: An der Werkbank hatten sie einen beleuchteten Bilderrahmen hergestellt. In ihm steckt ein Erinnerungsfoto der Schülerin mit dem Michelin -Männchen. Nach dem Rundgang über das Werk sagte Julia Karschuck:

"Ich hatte mir die Werkhallen vorher nicht so groß vorgestellt. Am besten gefiel mir die Mischungsherstellung."

Michelin-Personalleiter Peter Kubitscheck sieht große Chancen für Frauen in technischen Berufen:

"Technische Berufe haben sehr gute Zukunftsperspektiven – auch für Frauen und Mädchen. Wir machen den Schülerinnen Mut, auch technische Laufbahnen zu verfolgen."

Boys’Day - Junge im Jansen-Labor

Adrian Kabashaj nutzte den Boys´Day, um sich den Arbeitsplatz eines Lacklaboranten anzusehen. Er durfte im Arbeitsalltag "mitlaufen" und erlebte die Arbeit hautnah. Adrain verriet:

"Chemie und Biologie gehören zu meinen Lieblingsfächern in der Schule. Die Praxis ist aber ganz anders als der Unterricht. Hier wird viel mehr versucht und ausprobiert. Der Tag hat Spaß gemacht. Ich habe sehr viel von der praktischen Chemie und von den Arbeitsabläufen in einem Labor kennengelernt."

Adrian entwickelte unter Anleitung einen weißen Laboransatz, den er selbst dann noch Silber tönte. Außerdem lernte er die Mischmaschine und das Thema Farbmetrik kennen.

Im Lacklabor von Jansen sind die Frauen in der Überzahl: Neben Laborleiter Heinrich Krebsbach und seinem Azubi Nicolas Koch tüfteln fünf Lacklaborantinnen und eine Chemielaborantin an den Rezepturen für die Farben und Lacke. Darunter Wiebke Ley, die 2015 Deutschlands beste Azubine in ihrem Fach war. Also ein spannendes Umfeld für den Boys´Day-Teilnehmer.

Update: Bilder aus der Evonik-Werkstatt

Auch Evonik in Worms machte bei dem Girls´Day mit. Die Schülerinnen warfen sich in die weißen Arbeitskittel und setzten sich (weniger) schicke Schutzbrillen auf. ;-) Arbeitssicherheit geht vor. Jede konnte ein mit LEDs ausgeleuchtetes Namensschild bauen. Das Material bestand aus Plexiglas, dessen Vorstufe in Worms hergestellt wird. Die Mädchen konnten nach Herzenslust kleben, schrauben und zusammen bauen.

Rainer Franck, Ausbilder der Elektroniker für Automatisierungstechnik, hat die Veranstaltung geplant:

„Wir wollen den Mädchen einfach zeigen, dass Chemie und Technik spannend sind und außerdem viel Spaß machen“.

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