Kurz erklärt: Tarifverhandlungen in der chemischen Industrie

Kategorie: Stories

Anfang Dezember haben die Tarifverhandlungen in der Chemie begonnen. Arbeitgeber und Gewerkschaft verhandeln über Lohnerhöhungen. Bisher gab es keine Einigung. Doch was heißt das für Auszubildende?

Arbeitgeber und Gewerkschaft verhandeln über Lohnerhöhungen und über andere Bereiche der Arbeitswelt (Foto: Marcel Hasübert).

Arbeitgeber und Gewerkschaft verhandeln über Lohnerhöhungen und über andere Bereiche der Arbeitswelt (Foto: Marcel Hasübert).

Auch die Presse interessiert sich für den Verhandlungsverlauf und die Ergebnisse. Schließlich wird für viele tausend Arbeitnehmer verhandelt (Foto: Marcel Hasübert).

Auch die Presse interessiert sich für den Verhandlungsverlauf und die Ergebnisse. Schließlich wird für viele tausend Arbeitnehmer verhandelt (Foto: Marcel Hasübert).

Auch die Presse interessiert sich für den Verhandlungsverlauf und die Ergebnisse. Schließlich wird für viele tausend Arbeitnehmer verhandelt. Beide Seiten kommen zu Wort (Foto: Marcel Hasübert).

Auch die Presse interessiert sich für den Verhandlungsverlauf und die Ergebnisse. Schließlich wird für viele tausend Arbeitnehmer verhandelt. Beide Seiten kommen zu Wort (Foto: Marcel Hasübert).

Ein seltener Blick in den Verhandlungsraum in Rheinland-Pfalz: Gleich geht die Debatte auf regionaler Ebene los (Foto: Marcel Hasübert).

Ein seltener Blick in den Verhandlungsraum in Rheinland-Pfalz: Gleich geht die Debatte auf regionaler Ebene los (Foto: Marcel Hasübert).

Die letzten Vorbereitungen vor der Debatte auf regionaler Ebene (Foto: Marcel Hasübert).

Die letzten Vorbereitungen vor der Debatte auf regionaler Ebene (Foto: Marcel Hasübert).

Die letzten Vorbereitungen vor der Debatte auf regionaler Ebene (Foto: Marcel Hasübert).

Die letzten Vorbereitungen vor der Debatte auf regionaler Ebene (Foto: Marcel Hasübert).

Der Tarifvertrag regelt wesentliche Dinge rund um den Arbeitsplatz: Urlaub, Lohn, Ausfallzeiten und Weihnachtsgeld. Auch für Auszubildende sind die Chemietarifverträge wichtig, da die Ausbildungsvergütungen und Urlaubsansprüche hier geregelt sind. 

Warum Tarifverhandlungen?

Beim Entgelt verhandeln die Tarifvertragsparteien immer dann, wenn der alte Vertrag ausläuft oder gekündigt wurde. Daher haben im Dezember die Verhandlungen in der Chemie wieder begonnen. Ziel der Arbeitgeber und der Gewerkschaft ist es, sich auf einen neuen Lohn mit einer neuen Laufzeit zu einigen. Neben dem Lohn werden auch andere Themen diskutiert, wie die Höhe der Ausbildungsvergütung.

Wie läuft so eine Verhandlung ab?

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) kündigt den Vertrag zum Ende der Laufzeit und stellt eine neue Forderung auf, die durch die Vertrauensleute in den Betrieben basisdemokratisch beschlossen wurde. In den anschließenden regionalen Wirtschaftsdebatten tauschen sich Arbeitgeber und Gewerkschaft über die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage aus und diskutieren über die Forderung. In der Chemie wird dann auf Bundesebene für die gesamte Branche verhandelt. Hier versuchen beide Seiten, einen Kompromiss zu finden, der die Interessen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer berücksichtigt.

Was ist ein Tarifvertrag?

Ein Tarifvertrag besteht aus mehreren Teilen. Im sogenannten Manteltarifvertrag werden allgemeine Absprachen wie Urlaub vereinbart. Daneben gibt es Vereinbarungen zu den Löhnen, die im Bundes- bzw. Bezirksentgelttarifvertrag stehen.

Wer nimmt teil?

Die Tarifverhandlungen sind ausschließlich Sache der Tarifvertragsparteien. Es verhandeln Vertreter der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer, die je eine Tarifkommission bilden. Parteienvertreter oder Politiker haben kein Recht auf Teilnahme.

Keine Einigung - und nun?

Seit den 70er Jahren konnte in der Chemieindustrie immer eine Einigung ohne Streik getroffen werden. Würde dies nicht passieren, wäre der nächste Schritt eine Schlichtung. Hier versuchen Vertreter beider Parteien zwischen den Positionen zu vermitteln. Während dieser Zeit besteht eine Friedenspflicht - es darf nicht gestreikt werden. Würde auch die Schlichtung scheitern, kann die Gewerkschaft über eine Urabstimmung zum Streik aufrufen. Dies hätte aber deutliche Belastungen für die Unternehmen und die Mitarbeiter zur Folge. Beide Seiten sind daher seit über 30 Jahren daran interessiert, sich in den normalen Verhandlungsrunden zu einigen.

Auch in diesen Verhandlungen werden die Tarifvertragsparteien versuchen, einen bundesweit gültigen Kompromiss zu finden. Die Verhandlungen sollen im Februar 2014 mit einem Abschluss enden.Auch die Presse interessiert sich für den Verhandlungsverlauf und die Ergebnisse. Schließlich wird für viele tausend Arbeitnehmer verhandelt.

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