Kein Bier ohne Chemie

Kategorie: Stories

Heute feiern die deutschen Bierbrauer den Tag des Bieres. Auch in Rheinland-Pfalz ist die Braukunst stark vertreten. Die Branche erwirtschaftet laut Wirtschaftsministerin Eveline Lemke einen jährlichen Umsatz von rund 800 Millionen Euro. Rund 40 Brauereien gibt es im Land - und die Chemie steht mit ihren Produkten hinter den Brauereien.

Ob Filtration oder Bierkasten - die Chemie steckt auch hier im Detail (Tobias Göpel).

Ob Filtration oder Bierkasten - die Chemie steckt auch hier im Detail (Tobias Göpel).

Darf man auf einem Azubi-Blog über Alkohol schreiben? Hier wird auch im Weinland Rheinland-Pfalz gern getrunken und ab dem gesetzlichen Mindestalter von 16 Jahren auch erlaubt. Damit, finde ich, kann der Blog auch über Bier berichten. Denn ohne die chemische Industrie gäbe es das Bier und das Zubehör so nicht.

Auf Gesundheit.de steht sogar über Bier:

Bier enthält alle B-Vitamine - dafür sorgt vor allem das Malz. Als Mineralstoff im Bier ist ernährungsphysiologisch die Phosphorsäure wichtig, denn sie ist Bestandteil der lebensnotwendigen Zellbausteine. Bier enthält auch Kalium, es unterstützt unter anderem die Ausscheidung von Natrium. Außerdem enthält es Magnesium, ist dabei praktisch fett- und gänzlich cholesterinfrei. Mit Bier kann der Wasserhaushalt des Menschen gesteuert werden.

Mehr als eine Komposition aus vier Zutaten

Damit wir im Biergarten, im Restaurant oder zu Hause mit gutem Bier anstoßen dürfen, braucht es etwas mehr als Hopfen und Malz. Zum Beispiel die rheinland-pfälzischen Chemieunternehmen.

Bis heute sind Wasser, Hopfen, Hefe und Malz die einzigen erlaubten Zutaten für ein echtes Bier. Damit sind aber nicht die Hilfsstoffe und Verfahren erfasst, die dafür sorgen, dass die Bierchemie stimmt - und spätestens da kommen die Rheinland-Pfälzer ins Spiel.

Klar, golden und rein

Bierbrauen ist zunächst eine trübe Geschichte. Tatsächlich besteht ein großer Teil des Brauprozesses darin, das Bier immer wieder etwas klarer zu machen (z.B. beim Filtrieren) - selbst bei naturtrüben Bieren. Die Filtrationsexperten von EATON aus Langenlonsheim im Landkreis Bad Kreuznach sorgen mit einer ganzen Reihe von Produkten dafür, dass der Filterungsprozess problemlos gelingt und das Bier nicht nur gut aussieht, sondern auch keimfrei und unbedenklich ist.

Zischen aus dem Vulkan

Ein Bier ohne Kohlensäure ist eine traurige Angelegenheit. Die wird heutzutage am Ende des Brauprozesses bei der Karbonisierung genau eingestellt, um eine gleichbleibend hohe Produktqualität zu gewährleisten.

Brauereien nutzen Kohlensäure aber auch zum sicheren Entlüften, zum Leerdrücken ihrer Lager- und Drucktanks sowie zum Vorspannen ihrer Flaschen und Fässer. Natürliche Kohlensäure bezieht die Bierindustrie zum Beispiel bei CARBO in Bad Hönningen - die Firma verfügt über eine der größten natürlichen Kohlensäure-Quellen vulkanischen Ursprungs in Europa.

Wo is‘ mein Bier?

Zwei Flaschen alkoholfreies Weizen und drei naturtrübe Radler - natürlich von der Lieblingsmarke: Bier gibt es zum Glück in reichhaltiger Auswahl und Vielfalt. Damit Verbraucher immer zum richtigen greifen und auch stets über Verfallsdatum und Inhalt informiert sind, gibt es das Etikett. Dank Türmerleim aus Ludwigshafen bleibt das Etikett lebensmittelsicher auf der Flasche kleben - und lässt sich beim Flaschenrecycling trotzdem wieder gut lösen.

Der perfekte Bierkasten

Leicht soll er sein, aber stabil, mit angenehmen Handgriffen - und möglichst oft wiederverwendbar, der Umwelt zuliebe. Der optimale Bierkasten hat einige Aufgaben zu meistern. Damit er diese erfüllen kann, stellen Spezialunternehmen wie Schäfer Additivsysteme aus Ludwigshafen Zusatzstoffe für die Plastikmischungen her, aus denen die Kästen gemacht werden - zum Beispiel Alterungsschutz - und Hydrolyseschutzmittel.

Auch Hefe hat Hunger

Im ursprünglichen Reinheitsgebot ist die Hefe als Zutat gar nicht erwähnt, obwohl sie für die Bierherstellung unerlässlich ist. Das mag daran liegen, dass die Rolle der Hefe bei der Gärung lange nicht ganz klar war - und Bierbrauen damit Glückssache.

Heute ist der chemische Prozess genauestens erforscht. Für die Hefe-Wellness sorgen auch lebensmittelkonforme Phosphatlösungen von ICL (ehem. BK Giulini) aus Ludwigshafen und Ladenburg, die der Hefe als Nährstoff dienen, den Hefegärungsprozess fördern und die Haltbarkeit bei der Bierherstellung verbessern.

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