WM 2018: Kein Fußball ohne Chemie

Kategorie: Stories

Ab dem 14. Juni schlagen die Fanherzen wieder schneller: In Russland findet die Fußball-WM 2018 statt. Einen Monat lang kämpfen 32 Mannschaften um den Weltmeistertitel. Mit im Spiel ist natürlich auch die Chemie – denn ohne sie könnten unsere Profis keinen einzigen Ball treten.

Die Fussball-WM 2018 läuft - und die Chemie spielt mit. (Foto: Liane Metzler, Stocksnap, CC0)

Die Fussball-WM 2018 läuft - und die Chemie spielt mit. (Foto: Liane Metzler, Stocksnap, CC0)

Das liegt zum einen daran, dass es den Ball ohne Chemie gar nicht gäbe – zumindest nicht in der Form, wie wir ihn kennen. Statt Lederkugel ist schon seit den 50er Jahren Kunststoff im Einsatz, denn der ist strapazierfähiger als anderes Material. Und er saugt sich nicht so voll, falls es mal regnet – was in Russland durchaus der Fall sein könnte: So gibt es in Moskau auch in den Sommermonaten durchschnittlich 15 Regentage.

Chemie im Ball

Das Geheimnis der Fußbälle heißt Polyurethan. Die Kunststoffe stecken auch in Autos, Kühlschränken oder in unseren Schuhen. Bei der kommenden WM wird der Ball „Telstar 18“ von Adidas gekickt werden. An der Entwicklung war auch der Werkstoffhersteller Covestro beteiligt.

Der Telstar beinhaltet sogenannten Polyurethan-Schaum mit Millionen Mikrokügelchen. Die sollen ihm gute Flugeigenschaften verleihen. An denen gab es allerdings schon von mehreren Torhütern Kritik. Das ist aber nichts Neues – auch bei anderen Turnieren wurde schon über das damalige Material gemeckert.


Das Besondere an dem Ball: Es ist ein Chip eingebaut, der mit der sogenannten Near Field Communication (NFC) arbeitet. Damit können Daten über kurze Distanzen von einem Gerät auf ein anderes übertragen werden. Davon werden die Spieler auf dem Feld nichts haben, weil sie kein Smartphone in der Tasche tragen. Kunden, die den Telstar kaufen, verspricht Adidas aber zum Beispiel, dass sie an Gewinnspielen teilnehmen können, wenn sie ihr Handy mit dem Ball verbinden.

Chemie in den Trikots

Chemie ist auch in den Klamotten der Fußballprofis enthalten: Aus dem uns bereits bekannten Polyurethan wird die Chemiefaser Elastan hergestellt. Die Fasern sind extrem dehnbar, was den Tragekomfort erhöht und beim Bewegen natürlich eine Rolle spielt.
Außerdem nimmt der Stoff kaum Feuchtigkeit auf: Somit werden verschwitzte Sportler vor Unterkühlung geschützt, weil die Feuchtigkeit vom Körper nach außen transportiert wird. Und: Die Stoffe trocknen sehr schnell. Auch das ist im möglichen russischen Regen sicherlich kein Nachteil.

Chemie in den Schuhen

Der Ball liegt nun auf dem Spielfeld bereit – jetzt muss er noch getreten werden. Auch hier sind wieder Kunststoffe von Bedeutung: Die Stollen und Sohlen der deutschen Elf bestehen aus Polyamid. Die synthetischen Fasern ermöglichen den Spielern einen festen Stand und sind leicht. Polyamid ist auch als Nylon bekannt, das man von Strumpfhosen kennt.

Chemie beim Zugucken

Auch die Zuschauer kommen ganz schön viel mit Chemie in Berührung – schon allein beim Sitzen: Denn die Schalensitze im Stadion sind ebenfalls aus Kunststoff. Und selbst wenn ihr nicht vor Ort in Russland dabei seid ─ auch beim Gucken vom heimischen Sofa könnt ihr euch der Chemie des Fußballs nicht entziehen. Ob vorm PC oder vorm Fernseher, meist spielen LEDs für unser Heimkinoerlebnis eine große Rolle. Die Leuchtdioden werden dank Halbleitermaterialien von der Chemie zum Strahlen gebracht. Diese entscheiden, in welcher Farbe die einzelnen LEDs leuchten.

Chemie im Team

Durch die chemische Industrie sind Fußballspieler und -fans also gut für die Weltmeisterschaft gerüstet. Jedenfalls, wenn es um die Ausrüstung geht. Was unsere Nationalelf daraus macht, wird dann davon abhängen, ob die Chemie zwischen den Spielern stimmt, sich alle vertragen und zu einem Team zusammenwachsen. Und auch davon, ob die natürliche Chemie in ihren Köpfen und Körpern „Die Mannschaft“ zu Höchstleistungen motiviert.

Mehr Infos über die Chemie im Alltag findet ihr in den Storys und auf Ihre Chemie.

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