Mit Kälte gegen Schmerzen

Kategorie: Stories

Coldpacks können akute Verletzungen lindern. Das liegt auch an einem besonderen Inhaltsstoff.

Zurzeit spielen die Profis um den EM-Titel im Beachvolleyball. Aber auch wir Hobby-Spieler wagen uns ans Pritschen und Schmettern. Wer im Sand umknickt, sollte schnell kühlen (Foto: Benjamin Voros, StockSnap, CC0).

Zurzeit spielen die Profis um den EM-Titel im Beachvolleyball. Aber auch wir Hobby-Spieler wagen uns ans Pritschen und Schmettern. Wer im Sand umknickt, sollte schnell kühlen (Foto: Benjamin Voros, StockSnap, CC0).

Kälte verengt die Blutgefäße und das Gewebe zieht sich zusammen, also geht die Schwellung zurück.  Das wirkt auch gegen eine sich anbahnende Entzündung und betäubt Schmerzen. Man sollte Eis aber nie direkt auf die Haut legen (Foto: Moritz320, Pixaba

Kälte verengt die Blutgefäße und das Gewebe zieht sich zusammen, also geht die Schwellung zurück. Das wirkt auch gegen eine sich anbahnende Entzündung und betäubt Schmerzen. Man sollte Eis aber nie direkt auf die Haut legen (Foto: Moritz320, Pixabay, CC0).

Anlauf, Sprung und den Ball gerade noch gekriegt: Mit solchen Aktionen erntet man beim Volleyball Punkte. Wie zum Beispiel morgen im Finale der Beachvolleyball-EM 2017. Jetzt im Sommer zieht es viele von uns Hobby-Pritschern auf die Beachvolleyball-Felder.

Das einzig Blöde daran: Manchmal kommt man mit Prellungen oder einem verstauchten Fuß nach Hause. Das ist gar nicht so schlimm, wenn man die Verletzung direkt kühlt. Dann schwellen Hand oder Fuß schneller wieder ab. Wieso funktioniert das eigentlich so gut?

Warum hilft ein Coldpack?

Kälte verengt die Blutgefäße und das Gewebe zieht sich zusammen, also geht die Schwellung zurück.  Das wirkt auch gegen eine sich anbahnende Entzündung und betäubt Schmerzen.

Aber sind die Packs besser als Eis?

Natürlich kann man zum Kühlen alles verwenden, was kalt ist. Der Vorteil an den Coldpacks – also Plastikbeuteln mit einer meist blauen Füllung – ist, dass sie nicht schmelzen. Teilweise bleiben sie länger kalt als ein Stück Eis. Das liegt an speziellen Inhaltsstoffen.

Was ist in Coldpacks genau drin?

In der Regel ein Kühlgel. Es besteht zum größten Teil aus Wasser – oft aber auch aus einem Stoff namens Propylenglykol. Sein Schmelz- und Gefrierpunkt liegen in ziemlich extremen Bereichen. Pur gefriert er erst bei minus 68 und siedet bei 188 Grad Celsius. Gemischt mit Wasser und Gel verschieben sich diese Punkte dann wieder etwas.

Ist der Inhalt der Packs giftig?

Nein. Sie unterliegen dem europäischen Lebensmittelgesetz und damit ziemlich strengen Auflagen. Essen sollte man sie natürlich trotzdem nicht. Wenn ein Pack giftige Stoffe enthalten würde, müssten die Hersteller einen Warnhinweis darauf drucken.

Angenommen, ich habe mich verletzt. Dann lege das Coldpack also direkt auf die schmerzende Stelle?

Auf keinen Fall! Man sollte ein Coldpack nie einfach so auf die Haut legen, weil diese ziemlich schnell unterkühlt. Dann wird es vielleicht sogar schlimmer statt besser. Wickelt das Coldpack lieber in ein Küchentuch oder ein dünnes Handtuch ein.

 

Muss man manche Verletzungen nicht auch warm halten?

Das hängt von der Art der Verletzung ab. Im Grunde gilt die Faustregel: Wenn es akute Schmerzen sind, hilft es zu kühlen. Wenn die Schmerzen länger andauern, sollte man eher wärmen. Falls ihr euch unsicher seid, fragt aber besser beim Arzt nach. Das solltet ihr je nach Schwere eurer Verletzung sowieso tun.

Laufen Coldpacks irgendwann ab?

Nein. Man muss sie erst austauschen, wenn sie undicht werden. Das kommt nicht so oft vor.

Übrigens: Die meisten der Coldpacks können auch als „Warmpacks“ verwendet werden. Ihr könnt sie also einfach aufwärmen und zum Beispiel bei Bauchschmerzen auf den Bauch legen. Ob euer Coldpack dafür geeignet ist, könnt ihr in der Produktbeschreibung oder direkt auf dem Pack nachlesen.

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