„Ich kann mich im Außendienst selbst verwirklichen“

Kategorie: Ausbildung, Stories, Rheinland-Pfalz, Biologielaborant(in), AbbVie

Noch nie hatten wir einen Biologielaboranten im Blog. Heute aber ist es soweit: Max Zaehringer von AbbVie in Ludwigshafen erzählt seinen Werdegang - denn im Labor steht er nicht mehr.

Wollte nicht nur im Labor stehen, sondern mit Menschen arbeiten: Jetzt ist der Biologielaborant im Außendienst (Foto: privat).

Wollte nicht nur im Labor stehen, sondern mit Menschen arbeiten: Jetzt ist der Biologielaborant im Außendienst (Foto: privat).

Max Zaehringer ist nach seiner Ausbildung als Biologielaborant bei AbbVie in den Außendienst gewechselt. Warum er sich dafür entschieden hat, was er dafür tun musste und warum ihm die Arbeit im Rheumatologischen Spezialaußendienst viel Spaß macht, erzählt er hier:

Herr Zaehringer, Sie arbeiten jetzt seit eineinhalb Jahren im Außendienst. Warum haben Sie sich nach Ihrer Ausbildung dafür entschieden?

"Nach meiner Ausbildung habe ich bei AbbVie in der Qualitätskontrolle gearbeitet. Dort habe ich im Labor Medikamente getestet. In dieser Zeit wurde mir klar, dass für mich kein lebenslanges Arbeiten im Labor in Frage kommt. Durch einen Bekannten, der im Außendienst tätig ist, bin ich dann auf die Idee gekommen, mich zum Pharmareferenten weiterzubilden. Deshalb habe ich bei der HR-Abteilung angefragt, ob die Möglichkeit besteht, in den Außendienst zu wechseln. Dann hatte ich relativ schnell ein Vorstellungsgespräch mit dem Außerdienstleiter und wurde genommen. Ich hatte Glück, es waren gerade Stellen im Rheumatologischen Spezialaußendienst frei."

Und wie ging es dann für Sie weiter?

"Ich habe eine dreimonatige Weiterbildung zum Pharmareferenten gemacht. Die Weiterbildung habe ich in Vollzeit absolviert, die Kosten hat meine Firma übernommen. Ich habe in dieser Zeit ganz normal mein Laboranten-Gehalt weiter erhalten. Nach den drei Monaten musste ich eine Prüfung bei der IHK absolvieren; seitdem bin ich Pharmareferent."

Sind Sie danach direkt in den Außendienst?

"Nein, ich hatte dann erstmal acht Wochen eine Produktschulung. Es war sehr wichtig, dass ich mich mit dem Medikament und der Erkrankung gut auskenne - denn darüber würde ich ja dann später mit Rheumatologen sprechen. Dabei hat mir meine Ausbildung als Biologielaborant sehr geholfen. Ohne meine Vorkenntnisse wäre es schwieriger geworden. Gleichzeitig wurden mir in der Zeit Erkrankungsbilder sowie Studien und Indikationsgebiete der Therapie genau vermittelt und ich hatte viele Gesprächstrainings."

"Ich bekam dann eine Stelle im Raum Frankfurt. Ein erfahrener Kollege, der dort bereits eine Zeit lang tätig war, hat mich dann erstmal mitgenommen. In meinem Bereich ist es so, dass immer zwei Außendienstmitarbeiter in einem Gebiet arbeiten, aber für verschiedene Indikationsbereiche zuständig sind. Wir haben also einfach Doppelbesuche bei den Ärzten gemacht, so wurde ich da langsam herangeführt. Dies war eine tolle Gelegenheit, um die Ärzte kennenzulernen und gute Kontakte zu knüpfen."

Wie sieht denn Ihr beruflicher Alltag jetzt aus?

"Ich fahre täglich zu den Ärzten, das sind hauptsächlich Rheumatologen, aber auch Augenärzte, Orthopäden und Hausärzte. Manchmal habe ich Termine bei ihnen, aber oftmals fahre ich auch ganz ohne Termin hin. Es ist nicht immer Zeit für ausführliche Gespräche, aber ich bleibe mit dem Praxisteam in Kontakt. Die Besuche bei den Ärzten dokumentiere ich dann von zu Hause. Außerdem bin ich auf öfter auf Kongressen, dort treffe ich Ärzte dann natürlich auch regelmäßig."

"Eigentlich ist kein Tag wie der andere, das macht es so spannend."

 

Welche Vorteile sehen Sie in Ihrer jetzigen Tätigkeit? Was schätzen Sie an der Arbeit im Außendienst besonders?

"Ich kann mich im Außendienst selbst verwirklichen. Mir wird nicht vorgegeben, wie ich meinen Alltag gestalten muss. Ich muss das mir zugewiesene Gebiet  "beackern“; wie ich das mache, kann ich selbst entscheiden. Das schätze ich sehr. Es gibt Tage, da bin ich länger unterwegs und Tage, da bin ich schon früher zu Hause. Eigentlich ist kein Tag wie der andere, das macht es so spannend."

Was müssen junge Menschen Ihrer Meinung nach mitbringen, wenn Sie einen solchen Job machen möchten? Können Sie ihnen einen Tipp geben?

"Zunächst einmal sollte man recht kommunikativ sein und sehr gerne mit Menschen in Kontakt treten. Man muss auf die Ärzte zugehen können, die warten in der Regel nicht auf einen. Manchmal muss man auch ein dickes Fell haben. Mir macht mein Job wirklich viel Spaß und ich will hier gerne weiterhin erfolgreich sein. Ich würde auch meinen beruflichen Werdegang genauso wieder gestalten, denn die Ausbildung zum Biologielaboranten im Vorfeld war sehr hilfreich für mich."

Herr Zaehringer, danke für das Gespräch.

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AbbVie ist ein globales, forschendes BioPharma-Unternehmen mit der Mission, neuartige Therapien für einige der komplexesten und schwerwiegendsten Krankheiten der Welt zu entwickeln. In Deutschland ist AbbVie an seinem Hauptsitz in Wiesbaden und seinem Forschungs- und Produktionsstandort in Ludwigshafen vertreten. Das Unternehmen führt in Ludwigshafen alle Schritte der Medikamentenentwicklung und –produktion durch.

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