Ein Fachinformatiker in der Chemie

Kategorie: Ausbildung, Fachinformatiker(in) - Fachrichtung Anwendungsentwicklung, Fachinformatiker(in) - Fachrichtung Systemintegration, Chemische Fabrik Budenheim

„Ich arbeite gern mit Computern und ich arbeite gern mit Menschen. Das passt!“ Wenn bei der Chemische Fabrik Budenheim KG jemand ein Problem mit seinem Rechner hat, wendet er sich häufig an Tim Daniel. Der 21-Jährige ist seit eineinhalb Jahren Auszubildender bei dem Chemieunternehmen, das sich auf die Herstellung von Phosphatspezialitäten konzentriert und vor den Toren der Landeshauptstadt Mainz angesiedelt ist.

Die chemische Industrie bietet nicht nur Labore

Die chemische Industrie bietet nicht nur Labore und Produktionshallen - auch Informatiker werden gebraucht (Foto: Göpel).

Nach dem Abitur an der Berufsbildenden Schule absolvierte er seinen Zivildienst bei den Johannitern. Ein Praktikum in der IT-Abteilung eines Käseherstellers brachte Klarheit, wo eigentlich kaum noch Fragen bestanden: Tim wollte die duale Ausbildung zum Fachinformatiker bei Budenheim beginnen. 

Angebot an Ausbildungen

Acht unterschiedliche Ausbildungsgänge, von denen zwei auch in Kombination mit einem Fachhochschulstudium absolvierbar sind, bietet Budenheim an. 19 Azubis werden zurzeit in Tims Jahrgang beschäftigt. Tim wird zum Fachinformatiker im Bereich Systemintegration ausgebildet. Auch er nimmt die Möglichkeit einer Ausbildung in Kombination mit einem Studium an der Fachhochschule wahr.

37,5 Stunden in der Woche arbeitet Tim laut Vertrag. Donnerstags und teilweise samstags studiert er an der Fachhochschule in Mainz. Die Dauer wird zum größten Teil auf die Arbeitszeit angerechnet. „Aber natürlich ist es nicht mit der Vorlesungszeit getan“, erzählt Tim. In Klausurphasen kommen schon mal mehr Arbeitsstunden in der Woche zusammen. „Das war anfangs eine Umstellung“, gibt Tim zu. Fünf oder sechs Urlaubstage im Jahr gehen für's Lernen drauf, aber das ist bei seinen Kommilitonen nicht anders. 

Vorteile des Studiums

Dennoch sieht Tim nur Vorteile:

„Das Studium wird bezahlt, ich kann theoretische und praktische Erfahrungen verbinden und habe zudem eine riesige Zeitersparnis. Andere machen drei Jahre Ausbildung und studieren dann mindestens sieben Semester. Ich bin mit beidem nach drei Jahren fertig.“

Sein Fazit zum „Bergfest“:

„Es macht Spaß, aber man muss schon wissen, worauf man sich einlässt. Es ist sehr zeitaufwendig und anstrengend.“ Über die längste Phase der Ausbildung hat Tim einen konstanten Arbeitsplatz am IT-Service-Desk bei Budenheim. Zusätzlich schnuppert er in die SAP-Abteilung hinein. „Was ich so höre, sind die Übernahmechancen ziemlich gut“, sagt Tim.

Und warum ausgerechnet Budenheim?

„Den Namen kennt man ja“, schmunzelt Tim. „Ich habe nach einer Möglichkeit zur dualen Ausbildung gesucht, und ein Bekannter, der hier in der IT-Abteilung arbeitet, hat mir Budenheim empfohlen.“

Eine Informatiker-Ausbildung in der Chemischen Fabrik – hat das überhaupt etwas mit Chemie zu tun?

„Nein, gar nicht“, erzählt Tim. Arbeiten an Netzwerk, Servicesystem und Mobilfunk gehören zu seinem Aufgabenfeld. Ein Reagenzglas hatte er noch nie in der Hand, zumindest nicht auf der Arbeit.

„Aber ich gehe gern persönlich in die Werke, wenn es dort ein Problem gibt – am liebsten dorthin, wo es laut ist und die großen Maschinen stehen. Wenn ich die Kollegen frage, was sie dort machen, bekomme ich immer Auskunft“, berichtet Tim Daniel.

Berührungsängste mit der Chemie-Branche hatte er nie. Seinen Weg einzuschlagen, das „kann ich allen empfehlen, die einen schnellen, unkomplizierten Studiengang haben wollen, bei dem man viel durch praktische Arbeit lernt“. 

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Unternehmensprofil

Budenheim ist ein global tätiges Spezialchemieunternehmen mit Produktionsstätten in Budenheim/Deutschland, Shanghai/China, Monterrey/Mexiko, Columbus/USA, La Zaida und Valencia/Spanien. Mit seinem innovativen Produkt- und Serviceportfolio bietet Budenheim nachhaltige Lösungen für vielfältige Anwendungen. Hierzu zählen die Bereiche Ernährung, Gesundheit, Sicherheit und Ressourcenschonung. In enger Zusammenarbeit mit seinen Kunden entwickelt der Chemiespezialist Lösungen für ein besseres Leben und setzt so die Grundlage für nachhaltige Profitabilität. Budenheim erzielt einen jährlichen Umsatz im dreistelligen Millionenbereich und beschäftigt über 1.200 Mitarbeiter.

Ansprechpartner

Sebastian Sprengler
Personalmarketing
Chemische Fabrik Budenheim KG
Rheinstraße 27
55257 Budenheim
Tel: +49 (6139) 89 864
sebastian.spengler@budenheim.com