Zeit für Feuerzangenbowle - oder: Warum brennt Zucker nicht?

Kategorie: Stories

Der Film ist ein Klassiker - genauso, wie die Feuerzangenbowle selbst. Sie gilt als die Königin der Wintergetränke und ist auf Weihnachtsmärkten sehr beliebt. Den Namen hat die Bowle von dem gelochten Blech, das den Zuckerhut trägt. Aber warum zündet man den Zucker an? Und warum brennt er dann nicht?

Zucker brennt eigentlich nicht, sondern schmilzt - und karamellisiert (Foto: Markus Andernach, flickr, CC BY 2.0)

Zucker brennt eigentlich nicht, sondern schmilzt - und karamellisiert (Foto: Markus Andernach, flickr, CC BY 2.0)

Ganz einfach: der Zucker wird angezündet, damit er schmilzt - also  karamellisiert. Dafür wird der Zuckerhut mit Rum übergossen und angezündet. Der Zucker schmilzt und tropft in die Bowle und verleiht ihr einen ganz besonderen Geschmack.

Die Zubereitung einer Feuerzangenbowle ist nicht wirklich schwer:

  • Orangen,
  • Zitronen,
  • Zimtstangen,
  • Gewürznelken,
  • Rotwein,
  • Rum
  • und der schon erwähnte Zuckerhut.

Für uns, als Chemie-Blog, ist genau dieser Zuckerhut ist das Spannende: Warum schmilzt er nur und brennt nicht?

Warum brennt Zucker nicht?

Natürlich steckt hier eine chemische Reaktion dahinter. Warum sonst, findet sich plötzlich ein Artikel zu dem Thema auf dem Chemie-Azubi-Blog? ;-) Kann man Zucker überhaupt zum brennen bringen?

Die meisten Gegenstände fangen Feuer, wenn man sie an eine Flamme hält. Aber nicht Zucker. Denn dabei wird er lediglich braun und schmilzt.

Kann man Zucker also anzünden? Ja, man kann! Allerdings braucht man dazu einen Zusatzstoff: einen Katalysator. Zum Beispiel Asche, deren Mineralstoffe katalytisch wirken.

Dahinter steckt ein Vorgang, den man Katalyse nennt. Katalysatoren erhöhen die Ablaufgeschwindigkeit einer chemischen Reaktion, ohne dass sie sich dabei selbst verbrauchen. Mehr dazu ist hier zu finden.

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