Warum glänzen Christbaumkugeln?

Kategorie: Stories

Entspanntes Zusammensein mit der Familie, gutes Essen, Geschenke, ein geschmückter Tannenbaum – das verbinden die meisten von uns mit Weihnachten. Beim Baumschmuck stehen silberne Christbaumkugeln ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Federleicht und glänzend stehen sie auch als Sammlerstücke hoch im Kurs. Aber woraus bestehen die kleinen Schönheiten eigentlich? Und was verleiht ihnen den festlichen Glanz?

Ohne Chemie kein festliches Weihnachten (Foto: Kaboompics, CC0).

Ohne Chemie kein festliches Weihnachten (Foto: Kaboompics, CC0).

Wie kommt das Silber in die Christbaumkugel?

Traditionelle Christbaumkugeln bestehen aus einer dünnen Glasschicht, die innen von einer hauchdünnen Silberschicht überzogen ist. Sie ist auch bekannt als Silberspiegel. Aber wie kommt das Silber in die Kugel?

Dank Chemie legt sich eine Silber-Schicht an die Innenseite der Kugel

Zum Versilbern von Tannenbaumkugeln verwendet man eine Redoxreaktion: die Tollensprobe. Dabei nutzt man die Nachweisreaktion von reduzierenden Zuckern. Vielleicht kennt ihr den Namen aus dem Chemieunterricht?

So funktioniert das:

  1. Man gibt in der Glaskugel eine Silber-Nitrat-Lösung und Natronlauge zusammen.
  2. Sobald man Ammoniak hinzugibt, entsteht ein gut löslicher Silber-Diammin-Komplex.
  3. Nun kommt der Trick: Bei Zugabe von einer Aldehydlösung (= "Traubenzucker" Glucose oder Ethanal), werden die Silberkationen zu elementarem Silber reduziert. Jedem Silber-Ion fehlt zum glänzenden, metallischen Zustand nur ein einziges Elektron. Dieses Elektron soll sich das Silber von den Glucoseteilchen holen. Das Silber legt sich dann als dünne Metallschicht an der Glasinnenwand der Kugel ab.
  4. Fertig ist die Silberkugel!

Um farbige Kugeln zu erhalten, werden sie noch in transparente oder teiltransparente Lacke getaucht - je nachdem, ob man spiegelnde oder matte Christbaumkugeln herstellen möchte.

Chemie & Weihnachten

Mehr über Chemie und Weihnachten gibt es in dem Artikel "Was hinter krossen Braten und rauchenden Schneemännern steckt". Darin betrachtet Professor Gerd Meyer von der Uni Köln alles, was zu Weihnachten gehört, aus der Perspektive eines Wissenschaftlers: Gänsebraten, Tannennadeln, Zimt, Vanille, Lichterketten und so weiter...

***Update: In den Text haben sich leider Fehler eingeschlichen. Wie haben diese nun korrigiert und entschuldigen uns!***

Es duftet nach Lebkuchen, Kerzen brennen, bald zieren glänzende Kugeln und Lametta den Tannenbaum: Weihnachtszeit! „Das ist alles Chemie“, schwärmt Professor Gerd Meyer von der Universität Köln.

Quelle: AKTIVonline – www.aktiv-online.de/nachrichten/detailseite/news/was-hinter-krossen-braten-und-rauchenden-schneemaennern-steckt-4358

Was hinter krossen Braten und rauchenden Schneemännern steckt

Quelle: AKTIVonline – www.aktiv-online.de/nachrichten/detailseite/news/was-hinter-krossen-braten-und-rauchenden-schneemaennern-steckt-4358

Was hinter krossen Braten und rauchenden Schneemännern steckt

Quelle: AKTIVonline – www.aktiv-online.de/nachrichten/detailseite/news/was-hinter-krossen-braten-und-rauchenden-schneemaennern-steckt-4358

Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Kommentar verfassen