"Ich kann es gar nicht abwarten, endlich mit Strom zu arbeiten"

Kategorie: Ausbildung, Stories, Hessen, Elektroniker(in) für Automatisierungstechnik (HWK), Provadis

Im zweiten Teil der Serie "5 Fragen an..." erzählt uns die 18-Jährige Sophie Bauermeister, warum sie sich für eine Ausbildung zur Elektronikerin für Automatisierungstechnik bei Provadis entschieden hat und warum es gar nicht schlimm ist, die einzige Frau in ihrer Gruppe zu sein.

Noch fließt auf den Kabeln kein Strom, an denen Sophie Bauermeister das Löten übt. (Foto: HessenChemie)

Wie war Ihr erster Tag bei Provadis, Frau Bauermeister?

"Am 01. September wurden alle 400 neuen Azubis von dem Geschäftsführer bei Provadis,  Dr. Lemke, begrüßt und anschließend in die Bereiche aufgeteilt. Ich bin in einer Gruppe mit allen angehenden Elektronikern aus verschiedenen Ausbildungsberufen und dort die einzige Frau mit etwa 40 Männern. Wir wurden unserem Ausbilder Herr Gräf vorgestellt, bekamen noch einige Informationen und mussten die Verträge unterschreiben. Im Anschluss wurde noch ein Gruppenfoto aller neuen Azubis gemacht und es gab eine Party mit Gewinnspielen und Musik auf einer Bühne draußen im Hof. "


Wie fühlen Sie sich als einzige Frau unter den angehenden Elektronikern?

"Ich habe mir schon gedacht, dass ich die einzige Frau sein werde, da Elektroniker noch immer ein typischer Männerberuf ist. Ich wurde aber sehr gut aufgenommen und verstehe mich super mit den Männern - vielleicht sogar besser als mit Frauen (lacht). Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch und habe schnell Kontakt mit den anderen aufgenommen. Oft haben die Männer bereits mehr Praxiserfahrung, da sie beispielsweise privat an Motorrädern oder ähnlichem gebastelt haben. Wenn ich etwas zum ersten Mal mache, helfen sie mir aber ungefragt bei der Vorbereitung der einzelnen Arbeitsschritte oder zeigen mir, wie ich meine Technik verbessern kann."

"Als Frau sollte man keine Angst vor Technik haben. Wenn man Spaß daran hat und mit einem Schraubenzieher umgehen kann, sollte man es einfach probieren."


Was kommt in den nächsten Wochen Ihrer Ausbildung auf Sie zu? Worauf freuen Sie sich am meisten?

"Wir haben immer abwechselnd zwei Wochen Berufsschule und vier Wochen im Betrieb. Auf einem Plan steht, welche Themen wir in welcher Woche behandeln. In den letzten zwei Wochen hatte ich Elektrotechnik. Nächste Woche geht es dann aber erstmal auf eine Art Klassenfahrt nach Speyer mit allen angehenden Elektronikern des ersten Lehrjahres. Dort habe ich als einziges Mädchen natürlich ein Einzelzimmer (lacht). Am meisten freue ich mich aber darauf, endlich mit Strom zu arbeiten. Bis jetzt haben wir nur Ösen gebogen oder gelötet. Ich weiß, dass Strom sehr gefährlich sein kann und ich habe auch viel Respekt davor. Dennoch freue ich mich sehr darauf, wenn endlich Strom fließt."

Warum haben Sie sich für diesen Ausbildungsberuf entschieden?

"Nachdem ich die Realschule abgeschlossen hatte, wollte ich zunächst mein Abitur machen. Da ich schon immer viel Interesse an Naturwissenschaften und technischen Themen hatte und auch handwerklich begabt bin, wählte ich dort den Schwerpunkt Mechatronik im Bereich Elektrotechnik. Auch meine Eltern haben mich in der Wahl des Themas unterstützt. Das Abitur war mir letztendlich aber zu theoretisch und so entschloss ich mich, erstmal eine duale Ausbildung in diesem Thema zu machen.  Als Frau sollte man keine Angst vor Technik haben. Wenn man Spaß daran hat und mit einem Schraubendreher umgehen kann, sollte man es einfach probieren."

 

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Provadis ist Hessens größtes Ausbildungsunternehmen und ist eine der ersten Adressen für Schülerbewerbungen im Rhein-Main Gebiet. Von den Berufsorientierungsangeboten über jährlich rund 400 freie Ausbildungsplätze in über 40 Berufen bis zu dualen und berufsbegleitenden Bachelor- und Masterstudiengängen und Fortbildungen sowie attraktiven Stellenangeboten und Traineeprogrammen für Hochschulabsolventen bietet die Provadis Gruppe beste Perspektiven für den beruflichen Einstieg und Aufstieg in der Industrie.

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