¡gracias! BASF: Azubine Katja erkundet Spanien

Kategorie: Ausbildung, Stories, Chemielaborant(in), Niedersachsen, BASF Lemförde

Eine Sprachreise nach Spanien über den Arbeitgeber? Katja Rumpke, Auszubildende Chemielaborantin im zweiten Lehrjahr bei der BASF in Lemförde, erzählt dem ChemieAzubi von ihrer spannenden Zeit.

Die ersten zwei Tage unseres Auslandsaufenthalts haben wir in Porto verbracht.

Das bin ich vor der Firma Denso Sistemas Termicos Espana, eine Produktionsstätte für Wärmetechnische Anlagen für Automobile.

Auf diesem Bild seht ihr die Thermen in Ourense, die wir als Gruppe an einem Samstag besucht haben. Diese Thermen sind unter den Einheimischen sehr bekannt und beliebt. Sie sind so warm, dass es auch bei nicht mehr ganz so heißem Wetter möglich ist im Freien zu baden (bis zu 40°C).

So schön, die Bucht auf den Islas Cies! Hierbei handelt es sich um eine kleine Inselgruppe an der Küste von Vigo. Mit einem kleinen Schiff haben wir diese an einem Wochenende besucht. Diese Inseln sind nicht bewohnt und es ist nur einer begrenzten Anzahl von Touristen täglich gestattet diese zu besuchen, weshalb die Landschaft sehr natürlich ist.

Das ist ein Evaporator (Kühler für die Motoren von Automobilen), an dessen Produktion ich beteiligt war.

Auf diesem Foto sieht man den Ausblick von einem Berg auf den Islas Cies, den wir besichtigt haben.

Katja, was hat dich in Spanien als erstes erwartet?

Im vergangenen Herbst ging für mich und sieben andere Chemielaboranten-Azubis das Abenteuer „Spanien“ los. Wir sind von Bremen zunächst nach Porto in Portugal geflogen und haben dort eine Nacht im Hotel verbracht. Am nächsten Tag ging's für uns weiter Richtung Vigo in Spanien. Dort hat uns die Unterkunft für die nächsten sechs Wochen erwartet. Gleich am zweiten Tag sind wir zur Partnerschule unserer Berufsschule in Spanien gefahren. Das war mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut möglich, allerdings sind wir hier bereits auf die ersten Sprachbarrieren gestoßen. In der Schule wurden wir vom Koordinator dieses Austausches begrüßt und anschließend zu unseren Firmen gefahren, wo wir die nächsten Wochen als Praktikanten interessante Praxiserfahrungen sammeln durften. Ich war dort bei der Firma Denso Sistemas Termicos Espana angestellt, eine Produktionsstätte für Wärmetechnische Anlagen für Automobile.

Wie hat sich dein Arbeitsalltag verändert?

Da ich hier in Deutschland Arbeitszeiten von 07:00 Uhr bis 16:00 Uhr gewohnt bin, war es für mich eine Umstellung dort erst um 08:30 Uhr in den Arbeitstag zu starten und ihn dementsprechend erst um 17:30 Uhr zu beenden. Auch die Pausenzeiten waren deshalb wesentlich später und auch länger. Anders als man es von der spanischen Kultur kennt, gab es jedoch in meinem Betrieb keine Siesta, weil es ein drei-Schichtbetrieb war.

Auch in der Freizeit hat sich unser Tagesablauf nach hinten verschoben. Abendessen gab es dann meistens erst um 21:00-22:00 Uhr.

Welche neuen Aufgaben haben dich erwartet?

Anders als in Deutschland habe ich in Spanien nicht in einem Labor gearbeitet, sondern am Quality Point in der Produktionshalle. Meine Aufgabe war es, die Bauteile, die von den Spritzgießmaschinen gefertigt werden, zu überprüfen. Ich war an der Entwicklung einer neuen Produktionsstraße beteiligt und habe die Mitarbeiter dabei unterstützt, die zu Beginn fehlerhafte Fertigung der Teile zu optimieren bis die Qualität gestimmt hat. Anschließend konnte die Produktion des Evaporators (ein Kühler für die Motoren von Automobilen) anlaufen. Und ich habe bereits in den ersten Tagen vor Ort den Ablauf eines Qualitätsaudits in dieser Firma miterlebt. Hierbei gab es große Unterschiede zu den Audits in Deutschland, besonders in der Vorbereitung.

Wovon warst du am meisten begeistert?

Am meisten fasziniert haben mich die sehr modernen und automatisierten Produktionsanlagen und -prozesse in der Produktionshalle. Daneben war auch das Miteinander in der Firma so gut, dass ich von den Mitarbeitern des Quality Points zu einer Abteilungsfeier eingeladen wurde, um unseren Erfolg zu feiern. Ich durfte mit ca. 20 Personen in einem spanischen Restaurant essen und sollte dabei natürlich alles einmal probieren. Die Atmosphäre dabei war ganz anders als in Deutschland bei einer ähnlichen Veranstaltung. Es wurde auch während des Essens viel geredet und die Stimmung war generell sehr locker. Ich hatte also die Möglichkeit an einem Abend abseits vom Arbeitsalltag die spanische Kultur genauer kennenzulernen.

Was hast du von deiner Reise mitgenommen?


In diesen sechs Wochen konnte ich meine Englischkenntnisse verbessern und Grundkenntnisse in der spanischen Sprache erlernen. Außerdem hatte ich die einmalige Chance in ein völlig anderes Tätigkeitsfeld hineinzuschnuppern.

Ich habe dort sehr nette Einheimische kennengelernt und mit den anderen Chemielaboranten-Azubis, die mit mir dort waren, neue Freunde dazugewonnen. Ich würde sagen, dass ich mich in diesen Wochen persönlich weiterentwickelt habe. Es war meiner Meinung nach sehr wertvoll mit völlig fremden Menschen einer anderen Kultur zusammen zu arbeiten. Man hat so Unterschiede und Gemeinsamkeiten in diesen verschiedenen Kulturen erkannt und auch gemerkt, dass sie gar nicht so gravierend sind wie erwartet.

Würdest du einen Auslandsaufenthalt weiterempfehlen?

Ich persönlich würde einen Auslandaufenthalt auf jeden Fall weiterempfehlen, da man so seinen eigenen Horizont erweitern und über den Tellerrand blicken kann. Ich habe meiner Meinung nach sehr wertvolle Erfahrungen gemacht, die mich auch zukünftig weiterbringen werden. Man kann bei so einer Reise sehr viel mitnehmen und hat in keinem Fall etwas zu verlieren. Ich bin froh, die Chance genutzt zu haben, die spanische Kultur und die Menschen dort durch dieses Praktikum besser kennengelernt zu haben als es jemals durch einen zweiwöchigen Urlaub möglich wäre.

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Unternehmensprofil

Die BASF Polyurethanes GmbH im niedersächsischen Lemförde ist Markt- und Technologieführer für Polyurethan-Systeme und Kunststoffspezialitäten in Europa. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt die BASF Performance Materials (maßgeschneiderte Kunststoffe) und Polyurethan-Grundprodukte. BASF Polyurethanes beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiter, darunter ungefähr 80 Auszubildende und dual Studierende.

Ansprechpartner

Angela Holle
Manager Vocational Training
BASF Polyurethanes GmbH
Elastogranstraße 60
49448 Lemförde
Tel: +49 5443 12-2485
angela.holle@basf.com