„Es gibt viele Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln“

Kategorie: Ausbildung, Rheinland-Pfalz, Elektroniker(in) für Betriebstechnik, Industriekaufmann(-frau), Industriemechaniker(in), Mechatroniker(in), Verfahrensmechaniker(in) für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Werkzeugmechaniker(in), Huhtamaki

Huhtamaki kennt man zwar eher nicht, dafür aber ihre Produkte: wer das Plastikgeschirr für die nächste Party kauft, hat wahrscheinlich eines ihrer Produkte in der Hand. Huhtamaki stellt aber auch die praktischen Food Container für frische Snacks für unterwegs her. Wer Interesse hat, daran mit zu arbeiten, für den haben wir hier ein Interview über die Ausbildung mit Katharina Görgen. Sie ist im Personalwesen für die Auszubildenden zuständig.

Nach der Ausbildung kann man sich weiterbilden - zum Techniker und Meister. Oder ein duales Studium absolvieren. Es kommt darauf an, was man aus sich machen möchte (Foto: Daniel Nanescu, SplitShire, CC0)

Nach der Ausbildung kann man sich weiterbilden - zum Techniker und Meister. Oder ein duales Studium absolvieren. Es kommt darauf an, was man aus sich machen möchte (Foto: Daniel Nanescu, SplitShire, CC0)

Frau Görgen, in welchen Berufen kann man bei Huhtamaki eine Ausbildung machen?

"Wir bilden Industriekaufleute aus, aber auch Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker, Werkzeugmechaniker und Verfahrensmechaniker. Es wird jedes Jahr ein neuer Azubi pro Ausbildungsberuf eingestellt. Zur Zeit sind es drei kaufmännische Azubis, ein Industriemechaniker, zwei Elektroniker für Betriebstechnik, ein Mechatroniker, drei Werkzeugmechaniker sowie zwei Verfahrensmechaniker."

Es gibt noch eine offene Ausbildungsstelle

Wie Sie uns gerade erzählt haben, bilden Sie auch Werkzeugmechaniker und Verfahrensmechaniker in Kunststoff- und Kautschuktechnik aus. Warum sind diese Berufe so schwierig zu besetzen?

"In den letzten Jahren können wir die Ausbildungsstelle zum Werkzeugmechaniker relativ gut besetzen. Wir haben für diesen Beruf meist einige Praktikanten, die sich nach dem Reinschnuppern oft auch für eine Ausbildung bewerben. Die Stelle des Verfahrensmechanikers zu besetzen, gestaltet sich aber tatsächlich sehr schwierig. Das liegt vor allem daran, dass den Schülern das Verständnis für diesen Beruf fehlt; er ist sehr unbekannt. Wenn wir das Berufsbild auf Azubimessen vorstellen – was wir regelmäßig tun – stellen wir immer wieder fest, dass die Schüler ganz begeistert sind. Wir versuchen dann, sie über ein Praktikum an den Beruf heranzuführen. Es ist dennoch schwierig und auch in diesem Jahr suchen wir zum 1. August 2016 noch einen Auszubildenden als Verfahrensmechaniker."

"Wir legen großen Wert auf Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit."

 

Welche grundlegenden Fähigkeiten setzen Sie denn bei der Auswahl der Azubis voraus?

"Wir legen großen Wert auf Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit. Außerdem sollten die Bewerber – je nachdem für welchen Beruf sie sich bewerben – Spaß an handwerklichen oder kaufmännischen Tätigkeiten haben. Sie sollten motiviert an die Sache herangehen. Wenn die Bewerber bereits ein Praktikum im Beruf gemacht haben, ist dies schon ein Vorteil. Für die technischen Berufe sind gute Physik- und Mathematik-Kenntnisse eine Grundvoraussetzung."

Alles zum Ablauf der Ausbildung

Wie sieht denn die Ausbildung aus?

"Alle Auszubildenden in den technischen Berufen sind im ersten Lehrjahr im überbetrieblichen Ausbildungszentrum in Wittlich. Ab dem 2. Lehrjahr sind sie dann bei uns im Betrieb tätig. Jeder Azubi hat einen eigenen Ausbildungsverantwortlichen, der ihm immer zur Seite steht. Die Auszubildenden gehen in die jeweilige Berufsschule, manche blockweise und manche ein bis zwei Tage die Woche. Die Kaufleute sind ab dem 1. Lehrjahr bei uns in Alf in den unterschiedlichsten Abteilungen tätig. Dies sind zum Beispiel Finanzbuchhaltung, Vertrieb, Einkauf, Versand oder Personalwesen. Es gibt einen Azubiplan, in dem genau festgelegt ist, wo und wie lange die Industriekaufleute in einer bestimmten Abteilung sind."

Sehen sich die Azubis eigentlich auch?

"Wir haben eine Betriebskantine, in der sich die Azubis regelmäßig in der Pause treffen. Außerdem findet alle zwei Monate ein Treffen aller Azubis mit unserem Geschäftsführer und mir statt, bei dem wir über aktuelle Themen sprechen."

"Unser Ziel ist es, die Azubis nach ihrer Ausbildung zu übernehmen, da wir für unseren eigenen Personalbedarf ausbilden und junge Fachkräfte brauchen."

 

Werden die Azubis nach Ihrer Ausbildung übernommen?

"Unser Ziel ist es, die Azubis nach ihrer Ausbildung zu übernehmen, da wir für unseren eigenen Personalbedarf ausbilden und junge Fachkräfte brauchen. Dazu müssen natürlich auch die Leistungen stimmen und sie müssen gut mit ihrem Umfeld klar kommen. Allerdings ist eine Übernahme jedoch auch immer davon abhängig, ob ein konkreter Bedarf besteht."

Von der Ausbildung zum dualen Studium

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten haben die Azubis eigentlich?

"Nach der Übernahme werden die Azubis in den unterschiedlichsten Abteilungen fest eingesetzt. Dort können sie dann Berufserfahrung sammeln. Es gibt sehr viele Möglichkeiten sich weiterzubilden, wenn jemand das möchte. Die Mitarbeiter können ihren Industriemeister oder Techniker machen oder ein duales Studium absolvieren. Zudem bieten wir externe Lehrgänge an. Wir sind einer der größten Arbeitgeber in der Umgebung. Unser Arbeitsklima ist sehr gut und auch unsere Weiterbildungsmöglichkeiten sind sehr vielseitig. Als global tätiges Unternehmen bieten wir unseren Mitarbeitern darüber hinaus die Möglichkeit, international tätig zu sein."

Frau Görgen, vielen Dank für das Gespräch!

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Unternehmensprofil

Huhtamaki ist ein Spezialist für Verpackungen von Lebensmitteln und Getränken. Am Standort in Alf werden seit 50 Jahren Kunststoffverpackungen - auch aus biologisch abbaubarem Material - im Tiefziehverfahren hergestellt.

Ansprechpartner

Katharina Görgen
Katharina Görgen
Personalwesen
Huhtamaki Foodservice Germany GmbH & Co. KG
Bad Bertricher Str. 6 – 9
56859 Alf/Mosel
Tel: +49 (0) 6542 - 802 191
Fax: +49 (0) 6542 - 802 292
katharina.goergen@huhtamaki.com