Duales Studium - Prozesstechnik

Kategorie: Duales Studium, Prozesstechnik

Die Prozesstechnik ist ein ausbildungsintegrierter Studiengang. Das heißt, dass man parallel zu einer Chemikanten-Ausbildung studiert und viel im Unternehmen lernt. Am Ende hat man zwei anerkannte Abschlüsse: Den IHK-Abschluss und einen Bachelor of Science. Der Vorteil: Sie sparen Zeit gegenüber einem Vollzeitstudium, das man nach einer Ausbildung machen würde.

Das duale Studium in der Chemie: Prozesstechnik

Das duale Studium in der Chemie: Prozesstechnik

Studierenden an der FH Bingen beim Mikroskopieren (Bildquelle: FH Bingen)

In der Prozesstechnik erhalten Sie eine Fachausbildung für Labor und Produktion, die sowohl praxisbezogen als auch ingenieurwissenschaftlich ist. Es ist für die gemacht, die Interesse an Verfahrenstechnik (die Fachrichtung an der Fachhochschule) und an einer praktischen Ausbildung (das Handwerkliche der IHK-Ausbildung) haben. Die Hochschulkosten für das Studium übernimmt in der Regel das Unternehmen. Und Sie erhalten in der Regel wie Auszubildende eine Vergütung während des Studiums.

Prozesstechnik steht auf zwei Säulen

Prozesstechnik wird als ausbildungsintegrierter Studiengang angeboten: Ausbildung und Studium bauen eng aufeinander auf. Sie lernen an zwei Orten: erstens an der Fachhochschule und zweitens im Unternehmen und seinen Ausbildungsstätten. Daher dauert das Studium länger als anderen duale Fächer; nämlich vier Jahre. Dennoch ist das noch immer schneller, als bei einer klassischen Ausbildung mit anschließendem Studium.

Der Ablauf des Studiums

Nach Ihrem Fachabitur oder Abitur bewerben Sie sich bei einem ausbildenden Unternehmen, das eine Kooperation mit einer Hochschule hat, die Prozesstechnik anbietet. Dann beginnen Sie das Studium. Die Vorlesungen finden freitags und samstags statt. In der restlichen Zeit machen Sie die Ausbildung zum Chemikanten. Sie werden in mehreren Abteilungen, bzw. Betrieben des Unternehmens eingesetzt. Auch ein Praktikum im Ausland kann vielleicht gemacht werden. Parallel sind Sie an der Fachhochschule und studieren in Teilzeit.

Inhalte des Studiums

Im Unternehmen erfahren Sie, wie die Produktion von Stoffen für die chemische und pharmazeutische Industrie funktioniert. Sie simulieren diese Herstellungsprozesse und üben an echten Anlagen, wie solche Prozesse gesteuert werden. Außerdem lernen Sie die Analyse von Stoffen. Allgemeine, organische und anorganische Chemie gehören auch auf den Stundenplan.

Sie seitzen sich außerdemk mit der Frage auseinander, wie man die Herstellung noch besser machen kann. Die Chemieindustrie investiert jedes Jahr Milliarden in die Forschung – eben weil Zwischen-Produkte (wie Stabilisatoren für Farben) und End-Produkte (wie Handys oder Autos) optimiert werden sollen.

Die ersten drei Semester Grundstudium sind für alle Studenten gleich. Zu den Kursen gehören Fächer wie zum Beispiel Mathematik, Chemie, Physik sowie Statik und Konstruktion. Auch ingenieurwissenschaftliche Grundlagen werden gelehrt.

Ab dem vierten Semester spezialisiert man sich, zum Beispiel auf Verfahrenstechnik. Bis zum achten Semester lernt man dann alles über Verfahrenstechnik, chemische Prozesstechnik und energietechnische Anlagen. Auch andere neue Fächer stehen dann im Modul-Plan, wie Management, Digitale Prozesstechnik oder Energieumwandlung.

Was machen Prozesstechniker?

Chemikanten steuern die chemischen oder pharmazeutischen Anlagen, in denen aus Rohstoffen neue Materialien für Reifen, Medikamente oder Spültabs entstehen. Während der Herstellung sind sie es, die die Produktion überwachen.

Die Planung und die Konstruktion dieser Anlagen übernehmen Prozesstechniker. Sie sind Experten für alle Bauteile einer Anlage. Dafür müssen sie die Eigenschaften von Ausgangsstoffen kennen und wissen, in welcher Menge, Konzentration und welchem Zustand diese Stoffe in die Anlagen gegeben werden müssen. Außerdem führen sie Qualitätskontrollen und achten darauf, dass die Anlagen die Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzbestimmungen einhalten.

Wo findet man freie Stellen?

Auf Elementare Vielfalt finden Sie alle freien Stellen. Ein Blick lohnt sich, vor allem, wenn Sie noch mehr über duale Studiengänge oder auch Ausbildungsberufe erfahren möchten. Besonders der Chemikant wird in der Chemieindustrie von vielen Unternehmen gesucht.

Bildungseinrichtungen, an denen dieser Studiengang studieren werden kann

Unternehmen, die den dualen Studiengang anbieten

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