Duales Studium - Industrial Engineering

Kategorie: Duales Studium, Industrial Engineering

Mit einer Leidenschaft für Technik hat man beste Voraussetzungen, Ingenieur zu werden. Besonders Leute, die über den Tellerrand hinaus schauen, werden gebraucht. Diesen Ansatz findet man im dualen Studium Industrial Engineering. Der Studiengang ist sehr interdisziplinär ausgerichtet, denn er verbindet Maschinenbau, Elektrotechnik und BWL. Nach sechs Semestern an der DHBW haben Sie den Bachelor of Engineering (B. Eng.).

Das duale Studium in der Chemie: Industrial Engineering

Das duale Studium in der Chemie: Industrial Engineering

Der duale Studiengang Industrial Engineering ist ein spezialisierter Studiengang im Bereich Mechatronik. Mechatronik an sich ist schon fachübergreifend, denn sie verbindet ein Mechanik- und ein Elektronikstudium. Darin lernen die Studierenden, Maschinen und Anlagen zu bauen, die der aktuellen technischen Entwicklung in Produktionsfirmen entsprechen. Gerade in der heutigen Arbeitswelt, die von Innovationen in vielen Bereichen und schnellen technischen Veränderungen geprägt wird, ist das wichtig.

Wenn Sie sich für Industrial Engineering interessieren, kommt noch der BWL-Blick dazu. Denn im Industrial Engineering geht es darum, ingenieurswissenschaftliche Methoden und betriebswirtschaftliche Kenntnisse zusammen zu bringen. Das ist wichtig, weil die Unternehmen im globalen Wettbewerb stehen und daher immer einen Blick auf die Kosten haben müssen.

Was das Industrial Engineering ausmacht

Die Produktionsprozesse in der Industrie werden immer komplexer. Mehrere Anlagen sind miteinander verbunden; die Verfahren bauen aufeinander auf. Das komplexe System aus Maschinen muss dennoch reibungslos funktionieren: mechanische, elektronische und informationstechnische Voraussetzungen müssen mitgedacht werden. Eine Arbeit für echte Tüftler.

Im dualen Studium lernen Sie deswegen, systemorientiert zu denken. Das heißt, dass Ihnen ein Verständnis von diesen komplexen Anlagen vermittelt wird. Wo sind die wichtigen Schnittstellen? Welche Funktionen von Subsystemen muss man berücksichtigen? Mit diesen und anderen Fragen sparen Sie Kosten, weil so Mehrfachentwicklungen eingespart werden können. Denn Sie machen es zum Beispiel möglich, dass Fremdprodukte in eigene Systeme eingebaut werden können. Das betrifft übrigens nicht nur die „Hardware“, also die Anlagen, sondern auch deren Software.

Einige der Studieninhalte sind:

  • Industrial Engineering
  • Maschinenbau/Elektrotechnik
  • Automatisierungssysteme
  • Informatik/Programmieren
  • Arbeitssicherheit/Instandhaltung
  • BWL
  • Management-Informations-Systeme

Je nach Neigung können Sie zwei Vertiefungen für das fünfte und sechste Semester wählen. Entweder Sie konzentrieren sich auf das Technische Management und haben die Details von technischen Prozessen im Fokus. Oder Sie wählen Internationales Technisches Management. In dem Fall gehen Sie im fünften Semester an die University of West of England in Bristol.

Mehr dazu steht auf dem Flyer des Studienganges.

Und was kann man damit im Unternehmen machen?

Bei einem so vielseitigen Studium ist nicht immer gleich klar, was später im Betrieb genau gemacht wird. Deswegen haben Sie in jedem Studienjahr betriebliche Phasen im Unternehmen, mit dem Sie einen Ausbildungsvertrag haben. Das ist typisch für ein duales Studium: Zuerst bewirbt man sich bei einem Unternehmen, das mit einer Hochschule kooperiert. Dann wird im Wechsel an der Hochschule und im Unternehmen gelernt. Oft erhalten Sie eine Vergütung während des Studiums und arbeiten in der vorlesungsfreien Zeit und während Projektphasen im Unternehmen. So schnuppern Sie von Anfang an Praxisluft und erkennen, wie und wo Sie das Gelernte anwenden können.

Im Betrieb übernehmen Sie Aufgaben in den Bereichen Fertigung, Montage, Anlagenbau oder Qualitätssicherung. So lernen Sie die betrieblichen Vorgänge und Zusammenhänge sehr schnell kennen. Später bearbeiten Sie selbständig ingenieurmäßige Projekte. Auch die Bachelorarbeit können Sie im Unternehmen schreiben.

Die Aufgaben nach dem Studium

Absolventen des Industrial Engineering fehlen auf dem Arbeitsmarkt. Sie haben also sehr gute Zukunftsperspektiven. Die Aufgaben konzentrieren sich auf die Gestaltung, Planung und besonders die Optimierung von Produktionsprozessen. Zu den Tätigkeiten gehört zum Beispiel, die Wertschöpfungsketten der Produkte zu überwachen und Verbesserungen zu entwickeln. Oder es sollen die Abläufe der Logistik optimiert werden, um Produktionsanlagen und Lagerhallen besser auszulasten. Daher arbeiten Industrial Engineers oft mit Computersimulationen, um die Lösungsideen zu testen. Die Projekte sind ganz unterschiedlich und beachten auch die Richtlinien zur Arbeitssicherheit und Produktqualität. Und natürlich gehört die Mitarbeit bei Entscheidungen für oder gegen Investitionen in einer Verbesserung oder eine neue Anlage dazu – auf Ihr Urteil wird gehört.

Bildungseinrichtungen, an denen dieser Studiengang studieren werden kann

Unternehmen, die den dualen Studiengang anbieten

 

 

Kommentare
  • Frank
    12. Mai 2016 um 13:01 Uhr
    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass gerade händeringend nach Absolventen im Industrial Engineering gesucht wird. Ein Kommilitone ist z. B. gerade bei Schaidt in der Prozessentwicklung angestellt worden [Link entfernt]. Was die Perspektive angeht, ist man mit diesem Studium auf jeden Fall auf einer sicheren Seite.
    MfG
    Frank
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