Auslandssemester in Mexico

Kategorie: Duales Studium, Rheinland-Pfalz, International Business, Boehringer Ingelheim

Leben in Cancún: bisher dachte Nico, das sei wie im Paradies. Sandstrand, Palmen und gutes Essen. Doch er hat wohl eher einen Urlaub und nicht das echte Leben im Kopf gehabt, sagt er selbst. Was er in Mexiko alles erlebt hat, erzählt er heute im ChemieAzubi-Blog.

Cacún bei Nacht. In dieser Stadt hat Nico sein Auslandssemester absolviert (Foto: Komarowsky)

Cacún bei Nacht. In dieser Stadt hat Nico sein Auslandssemester absolviert (Foto: Komarowsky)

Nico bloggt heute für den ChemieAzubi über sein halbes Jahr in Mexiko (Foto: Komarowsky).

Nico bloggt heute für den ChemieAzubi über sein halbes Jahr in Mexiko (Foto: Komarowsky).

Chaotischer Beginn

Begonnen hat meine Reise etwas chaotisch. Knappe 12 Stunden zu spät kam ich in Cancún an: verschwitzt, müde und völlig erschlagen von all den neuen Eindrücken. Der Bus, den ich eigentlich nehmen sollte, fuhr zu dieser Uhrzeit schon nicht mehr. Stattdessen musste ich mir ein überteuertes Taxi bestellen. Der Taxifahrer hatte keine Ahnung, wo er hin sollte, weder mit Adresse, noch mit einer Beschreibung. Nach ca. zwei Stunden hatten wir das gemietete Appartment endlich gefunden. Ich wurde wirklich freundlich empfangen. Mein Vermieter Rafa wurde einer meiner besten Freunde.

Ich hatte eine wirklich schöne, zweistöckige Wohnung in der Nähe des zentralen Busbahnhofes. Rafa stellte mich auch gleich seinen Freunden vor und wir gingen etwas essen. Ich entschied mich, bevor die Uni losging, jeden Abend ein Restaurant in der Gegend auszuprobieren – um nicht alleine essen zu müssen, nahm ich Rafa mit, der natürlich wusste, wo man gut essen konnte.

Die Uni beginnt für den "exotischen Europäer"

Die erste Woche an der Universidad Anáhuac war spannend. Neue Leute, neue Kurse, ein neues Land, eine neue Sprache. Die Fremdsprachenkoordinatorin war zum Glück Schweizerin. Dies erleichterte uns den Einstieg, vor allem wegen des unglaublich chaotischen Kurswahlsystems.

Aber die Mexikaner machten mir den Einstieg leicht. Man hat gar keine Chance, sich allein zu fühlen –die Mexikaner laden dich zu allen möglichen Partys ein oder sich wollen sich mit dir unterhalten. Es liegt nicht nur daran, dass man als Europäer den Status „exotisch“ bekommt. Es ist vor allem ihre offene Lebensart, dank der man sich willkommen fühlt.

Einfach abtauchen

So habe ich mich schnell eingelebt und neue Freunde gefunden. In der Universität schrieb ich mich auch in alle möglichen zusätzlichen Kurse wie Salsa und Tauchen ein. Besonders das Tauchen hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Die Tauchgänge im offenen Meer sind einfach atemberaubend! Eine andere Welt voller Farben und fremder Formen!

Die ersten paar Wochen vergingen wie im Flug. Schließlich verbrachte ich einen Großteil meiner Zeit in der Bibliothek, denn die ersten Zwischenprüfungen standen an.  Zweifel kamen hoch. Schaffe ich das wirklich? Werde ich überhaupt die Fragen verstehen? Alles auf Spanisch, ich muss doch verrückt sein!

Pyramiden und Mariachi-Musik

Letztendlich war es halb so schlimm. Meine Noten waren ganz gut und ich konnte wieder feiern gehen. Ich muss schon sagen: Cancún ist nicht umsonst Veranstaltungsort des berühmten Springbreak. Überall Bars und Clubs, Musik die ganze Nacht. Die schöne, relaxte Zeit nach der ersten Prüfungsphase ging leider viel zu schnell vorbei. Es gab viele Hausaufgaben, Hausarbeiten und Projekte.

Trotz der vielen Arbeit verschaffte ich mir genügend Zeit, um etwas vom Land zu sehen. So konnte ich mich zu archäologischen Ausfahrten anmelden und erkundete die Pyramiden von Chichen Itza und Kabah oder die Ruinen von Tulum. Es ist wirklich beeindruckend, welche Meisterwerke die Hochkultur der Mayas hervorbringen konnte. Eines meiner Ziele war die Stadt Guadalajara, welche für die Musik der Mariachi bekannt ist. Außerdem besuchte ich Museen von Diego Riviera und bummelte auf dem größten Bazar Lateinamerikas. Dort musste ich mir einen neuen Geldbeutel kaufen, da mir mein alter gestohlen wurde. Oft besuchte ich auch Straßenstände, die landestypische Spezialitäten, wie zum Beispiel Tacos, Quesadillas, Esquites und Elotes verkauften.

Tränenreicher Abschied

Meine letzten Tage in Mexiko verbrachte ich hauptsächlich mit Projekten und Lernen. Kein wirklich schöner Abschluss für so eine unglaubliche Zeit. Aber Anstrengung zahlte sich aus und die Noten wurden besser.

Weil ich viel Lernen musste, plante ich schon Wochen vorher eine Abschiedsparty. Ich lud mehr als 100 Leute ein und bereitete meine ganze Wohnung auf den Ansturm vor. Die Party war wirklich toll. Wir alle hatten sehr viel Spaß an diesem Abend - und ich wurde tränenreich verabschiedet.

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