Klugscheißerwissen: Kurioses zum Periodensystem

Kategorie: Stories

Das Periodensystem der Elemente hat Geburtstag: 150 wird das Schaubild, das ihr garantiert aus dem Chemiesaal in eurer Schule kennt. Zum Jubiläum hier einige elementare Fakten aus der Rubrik unnützes, aber beeindruckendes Klugscheißerwissen.

Wenn ihr Interesse an einem PSE habt, schreibt uns einfach! (Foto: mh)

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Das Element, das am häufigsten im Universum vorkommt, ist Wasserstoff. Das ist eine nur wenig überraschende Information. Über seinen Entdecker Henry Cavendish gibt es dagegen durchaus Kurioses zu erfahren.

Wortkarger Entdecker im Samtanzug

Cavendish war nämlich ein ziemlicher Einsiedler und Kauz. Er soll – trotz üppigem Vermögen – in einem abgetragenen, violetten Samtanzug herumgelaufen sein. Mit Frauen und Fremden sprach er selten bis gar nicht, seinem Haushälter erteilte er Anweisungen ausschließlich in Schriftform.

Statt sich zu unterhalten, widmete er sich lieber seinen naturwissenschaftlichen Forschungen. 1766 entdeckt Cavendish Wasserstoff und kam zu der Erkenntnis, dass dieser zu Wasser verbrennt – dass Wasser also kein Element ist.

Zuviel Süßes ist ungesund

Bis zum 18. Jahrhundert waren nur wenige Elemente bereits bekannt – wie Eisen, Kupfer oder Kohlenstoff. Auch ein paar „falsche“ waren darunter: 1789 wurden noch Licht und Wärme als Elemente klassifiziert.

Ein ordentliches Element, von dessen Existenz man bereits lange wusste, war beispielsweise Quecksilber. Vom Altertum bis ins 20. Jahrhundert wurde das giftige Metall übrigens als Heilmittel verwendet – aufgrund seiner Toxizität jedoch mit entsprechend negativen Folgen.

Ähnlich verhielt es sich mit Blei: Bis ins 20. Jahrhundert war das giftige Schwermetall Bestandteil von Trinkwasserrohren. Auch der sogenannte Bleizucker – Blei(II)acetat – wanderte in Getränke: Er wurde als Süßungsmittel im Wein genutzt.

Von bekannten und unbekannten Elementen

Wann all diese Elemente genau gefunden wurden, ist unklar: Viele Entdeckungen können nur unzureichend datiert werden. Unterschiedliche Literaturquellen liefern genauso unterschiedliche und ungenaue Hinweise.

Die meisten Elemente des Periodensystems wurden aber ohnehin erst im 19. Jahrhundert entdeckt und wissenschaftlich beschrieben. Die Forscher waren damals aber umso fleißiger: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren nur noch zehn der natürlich vorkommenden Elemente unbekannt.

Seither wurden vor allem schwierig verfügbare, oftmals radioaktive Elemente hinzugefügt. Viele dieser Elemente kommen nicht in der Natur vor und sind das Produkt von künstlichen Kernverschmelzungsprozessen.

Mehr lesen: Wie findet man ein chemisches Element?

Aufräumen lohnt sich

Die älteste Kopie des Periodensystems wurde übrigens 2014 gefunden. Der Chemiker Alan Aitken von der University of St Andrews stieß zufällig auf die Darstellung von 1885, als er einen alten Lagerraum der Fakultät für Chemie durchstöberte.

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