Berufseinstieg: Umgang mit neuen Kollegen und Vorgesetzten

Kategorie: Ausbildung

Der „Count-Down“ läuft: Nur noch wenige Tage zum Ausbildungsbeginn. Deine Nervosität steigt, den du möchtest dir gerade bei neuen Kollegen und Vorgesetzten keine Fehler erlauben. Mit ein paar einfachen Verhaltensregeln wirst du warm mit neuen Kollegen und hinterlässt bei deinem Vorgesetzten einen guten Eindruck.

Neu im Team? Keine Panik! Mit guten Umgangsformen gelingt dir der Einstieg spielend leicht

Neu im Team? Keine Panik! Mit guten Umgangsformen gelingt dir der Einstieg spielend leicht (Foto: rawpixel, CC0)

Neben deinem fachlichen Können wird auch die soziale Kompetenz als Azubi von dir erwartet. Gute Umgangsformen sind sehr wichtig und helfen dir Herausforderungen im Berufsleben zu meistern. Ein gepflegtes „Miteinander“ steigert daher nicht nur deine Lust am Arbeiten, sondern fördert auch gleichzeitig deine Arbeitsmotivation.

Wertschätzung

Zeige gegenüber deinem neuen Betrieb Wertschätzung. Sei freundlich und höflich, sowohl zu deinem Vorgesetzten als auch zu der Reinigungskraft. Grüße lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Sorgfaltspflicht mit technischen Geräten oder Unterlagen, aber auch die Sauberkeit auf deinem Schreibtisch sind selbstverständlich.

Anrede

Grundsätzliche werden alle Mitarbeiter mit „Sie“ angesprochen. Erst wenn dir jemand das „Du“ anbietet, solltest du deinen Kollegen mit „Du“ ansprechen. Den Chef solltest du als Azubi immer „siezen“, so signalisierst du ihm den nötigen Respekt. Wahre eine gewisse Distanz deinem Gegenüber, mindestens eine Armlänge in einem Gespräch ist einzuhalten.

Zuverlässigkeit

Zuverlässigkeit schafft Vertrauen. Vertrauen schafft Zugehörigkeit. Erledige deine Aufgaben pflichtbewusst, halte Zusagen ein und nehme Termine ernst. Lasse dich nicht zu viel ablenken und bringe deine Aufgaben daher immer zu Ende. Ein Zeitplan oder eine To-do-Liste können dir dabei helfen.

Eigeninitiative

Bei Stress biete deinen neuen Kollegen Unterstützung an. Damit zeigst du nicht nur Eigeninitiative, sondern darfst sicherlich nach gewisser Zeit schon selbstständig einige Aufgaben übernehmen. Aber auch mal „unangenehme Aufgaben“ abzuarbeiten gehört dazu. Meisterst du diese verantwortungsvoll, punktest du zusätzlich in deinem Ausbildungsbetrieb. Stelle viele Fragen, dies zeugt von Interesse (was passiert, wenn du das nicht machst, zeigt das Video vom BIBB. Anschauen lohnt sich - es ist interaktiv. Such dir also das Ende aus...). Aber um Kollegen nicht zum 100sten Mal mit denselben Fragen zu nerven, sind Notizen hilfreich. So kannst du auch später wieder wichtige Antworten nachschlagen.

Teamfähigkeit

In jeder Firma ist Teamarbeit gefragt. Zusammenarbeit schweißt zusammen und stärkt das „Wir-Gefühl“. Auf andere Kollegen ruhig offen zugehen. Auch mal fragen, ob man sich in der Kantine dazugesellen darf und ein kleiner Small Talk in der Küche bricht oft das Eis. Vorsicht bei „Klatsch & Tratsch“: Generell sollte man sich mit Äußerungen über andere Kollegen zurückhalten und lieber immer neutral bleiben. Falls dir doch mal etwas ausrutscht ist eine Entschuldigung angebracht.

Kritikfähigkeit

Jeder macht mal Fehler und gerade als Azubi ist man vor Fehlern nicht gefeit. Feedback gehört daher auch immer zum Lernprozess. Bleibe bei einem Kritikgespräch ruhig und versuche den Fehler nicht zu wiederholen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

Lernwille 

Gute Noten gehören zu deiner Ausbildungszeit natürlich dazu und diese bringen dich auch nach dem Abschluss auf dem Jobmarkt weiter. Bereitet dir ein Schulfach vielleicht Schwierigkeiten, frage doch mal in deiner Klasse nach. Oft gibt es dort Lerngruppen oder vielleicht besteht sogar schon eine Lerngemeinschaft in deinem Ausbildungsbetrieb, der du dich anschließen kannst. Bei deinem Ausbilder erfährst du, ob bestimmte Kurse oder Weiterbildungen für Auszubildende angeboten werden. Fragen kostet ja nichts und signalisieren deinen Lernwillen.

Gleichgesinnte

Auszubildende aus dem 2. oder 3. Lehrjahr waren auch mal in derselben Anfangssituation und können dir bei vielen Fragen behilflich sein. Oft stellt man gleiche Interessen fest, oder kennt sich vielleicht schon aus der Umgebung. Dies schafft Gemeinsamkeit – schließlich sitzen alle Azubis in einem Boot.

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